David Maier scheiter im EM-Viertelfinale ganz knapp

 

 

Der junge Liechtensteiner verpasste an der U19-Europameisterschaft in Prag den Halbfinaleinzug. Maier musste sich dem Iren Sam Buckley nach hartem Kampf mit 1:3 geschlagen geben.

In der tschechischen Hauptstadt duellieren sich derzeit die bes-ten U19-Squasher Europas. Mit von der Partie ist mit David Maier auch ein Liechtensteiner. Und der Akteur des SRC Vaduz startete bestens in das topbesetzte Turnier. In der ersten Runde setzte er sich gegen den Schotten Ruadhri Mcdougall mit 3:1 durch. In Runde zwei konnte er den Belgier Thimi Christiaens ebenfalls mit 3:1 in die Schranken weisen. Danach ging es gegen Lewis Anderson um den Viertelfinal-Einzug. Der Engländer erwies sich als der erwartet starke Kontrahent und gewann den ersten Satz mit 11:5. Danach spielte aber David Maier seine grosse Klasse aus, holte sich die folgen drei Sätze mit 11:6, 11:2 und 11:7 und stand im Viertelfinale.

Dort wartete mit Sam Buckley ein ganz harter Brocken. Die letzten Partien gegen den Iren verlor Maier jeweils deutlich. Daher war bei ihm Revanche angesagt. Und es schien, als könnte es der Tag des David Maier werden. Er gewann den ersten Satz mit 11:9 und spielte auch danach ganz stark. Doch bei den entscheidenden Punkten stand ihm das Glück nicht zur Seite und Buckley konnte sich schlussendlich in den Sätzen zwei bis vier mit 11:7, 11:9, 11:8 durchsetzen. «David hat in diesem Duell auf Augenhöhe super gespielt und war eigentlich immer am Drücker. Leider hatte er, wenn es um die Satzgewinne ging, auch etwas Pech», so Peter Maier, der in Prag als Betreuer mit vor Ort ist. «Insgesamt hat er an der EM wirklich stark gespielt und die ersten drei Runden eigentlich souverän gewonnen. Leider hat es gegen Sam Buckley nicht ganz gereicht.»

Weiter geht es für FL-Squasher David Maier an der U19-Europameisterschaft in Prag mit den Klassierungsspielen um die Plätze fünf bis acht, die heute Montag und morgen Dienstag anstehen.

(Quelle: Liechtensteiner Volksblatt, 15. April 2019)

Es geht Schlag auf Schlag weiter: David Maier spielt an der U-19-EM

Von Portugal nach Tschechien, von der Team-EM der Division III zur U-19-EM. David Maier ist derzeit im Dauereinsatz und dies auf höchstem Niveau. In Prag warten auf den jungen FL-Squasher an den kontinentalen Titelkämpfen ganz harte Brocken.

Nach der Team-EM der Division III in Lissabon, wo David Maier zusammen mit Patrick Maier, Marcel Rothmund, Peter Maier und Gerhard Schober Liechtensteins Farben vertrat, gilt es ab Samstag schon wieder ernst. In Tschechiens Hauptstadt Prag stehen die U-19-Euruopameis-terschaften auf dem Programm.

Also nicht viel Pause für den jungen Liechtensteiner, der sich bei den Aktiven in Portugal auf der Position 1 sehr gut verkaufte. Trotzdem verlief der Team-Event in Summe für die FL-Squasher mit dem zwölften Schlussrang enttäuschend. «Wir hatten uns in Lissabon sicher mehr vorgenommen», so Peter Maier. «Das lag aber nicht an David und Patrick auf den Positionen 1 und 2. Wir konnten auf den hinteren Positionen leider nicht reüsieren.»

Die Team-EM ist aber bereits abgehackt, denn auf David Maier wartet mit der U-19-Europameisterschaft schon das nächste Highlight. «Nach den vielen Partien in Portugal, die David in den Knochen stecken, legten wir in den letzten Tagen das Hauptaugenmerk auf Regeneration», bericht Peter Maier, der in Prag als Betreuer mit vor Ort ist und der weiss, dass bärenstarke Konkurrenz wartet. «Das wird ein heisses Turnier mit absoluter Topbesetzung.»
Los gehen die kontinentalen Titelkämpfe in Prag am kommenden Samstag und dauern bis Dienstag. Zum Auftakt bekommt es David Maier mit Ruadhri Mcdougall zu tun. «Der Schotte ist uns unbekannt. Er belegte aber beim Welch Open den achten Schlussrang, das zeugt von Klasse», sagt Peter Maier. Danach würden Luke Stauffer (NED) oder Thimi Christiaens (BEL) in Runde zwei warten. «Diese beiden Partien am Samstag kann David überstehen.» In Runde drei am Sonntag würde es dann voraussichtlich zum Duell mit Lewis Anderson kommen. «Ich habe den Engländer beim Turnier in Malmö gesehen und er hat mich beeindruckt. Das würde wohl eine ganz hohe Hürde für David.» Und falls er auch diese überspringen kann, geht es in der gleichen Tonart weiter. Wenn alles planmässig verläuft, wäre dann der Ire Sam Buckley im Viertelfinale der nächste Kontrahent. «Wie gesagt, das Turnier ist erstklassig besetzt und es gibt keine schwachen Gegner. Wir werden sehen, wie David die Strapatzen der letzten Wochen verkraftet hat und ob er sein Spiel durchziehen kann. Dann ist einiges möglich», gibt sich Peter Maier optimistisch. Die Anreise zu den Titelkämpfen erfolgt für die Liechtensteiner Delegation morgen Freitag.
An der U-19-EM in Prag ist der Tscheche Viktor Byrtus an Nummer 1 gesetzt, die Nummer 2 ist der Grabser NLA-Squasher Yannick Wilhelmi.

(Quelle: Liechtensteiner Volksblatt, 12. April 2014)

Kein Podestplatz für SRC Vaduz

Die Vaduzer NLA-Squasher beendeten die Saison auf Rang vier. Nach der Halbfinalniederlage gegen Uster mussten sich die Residenzler an den Play-offs in Uster im Spiel um Platz drei dem Vorjahresmeister Sihltal mit 0:4 geschlagen geben.

Für den SRC Vaduz gab es beim grossen NLA-Showdown nichts zu holen. Dass nach 2004 und 2012 kein dritter Meistertitel dazukommt, war bereits am Freitag klar. Die Residenzler, die in Uster ohne David und Patrick Maier auskommen mussten – beide waren an der Team-EM im Einsatz (siehe Bericht unten) –, unterlagen im Halbfinale dem Gastgeber mit 1:3. Der SRCV, vor allem Jens Schoor, der auf der Position dem Weltklassespieler Raphael Kandra in einem Fünfsatzkrimi alles abverlangte, wehrte sich verbissen, musste schlussendlich aber die Überlegenheit von Uster anerkennen.

Damit ging es für die Vaduzer gegen Sihltal, das sein Semifinale gegen Grabs mit 1:3 verlor, im kleinen Finale um den dritten Schlussrang. «Wir wollen Dritter werden, sind aber erneut Aussenseiter. Sihltal hat auf den Positionen 1 und 2 überragende Spieler», so SRCV-Spielertrainer Davide Bianchetti vor der Partie.
Und Sihltal wurde seiner Favoritenrolle gerecht, der Vorjahresmeister gewann mit 4:0 und sicherte sich Bronze. Auf der Position 1 musste sich Jens Schoor, der erneut ein starkes Spiel machte, der Schweizer Nummer 1 Nicolas Müller mit 1:3 geschlagen geben. Roger Baumann und Michel Haug zogen auf den Positionen 3 und 4 gegen Andreas Dietzsch bzw. Iain Keeling jeweils mit 1:3 den Kürzeren. Die Partie auf der Position zwischen Davide Bianchetti gegen Dimitri Steinmann wurde beim Stand von 1:0 für den Schweizer nicht mehr fertig gespielt.
Alles in allem verkaufte sich der SRC Vaduz an den Play-offs in Uster sehr gut und konnte die favorisierten Teams ärgern. Aber wie befürchtet wurde es für die ersatzgeschwächten Liechtensteiner der vierte Schlussrang in der abgelaufenen NLA-Saison, bei der Bianchetti und Co. mit dem Erreichen des Finalturniers aber ihr vorrangiges Saisonziel erreicht haben.

Den Titel sicherte sich Grabs, das sich im Finale gegen Uster, das im Endspiel ohne ihren Topakteur Raphael Kandra antreten musste, mit 3:0 durchsetzte. Für Grabs, das in dieser Saison auf zahlreiche Top­legionäre zurückgriff, war es der erste Meistertitel in der höchsten Schweizer Spielklasse.

(Quelle: Liechtensteiner Volksblatt, 8. April 2019)

Liechtenstein belegt an der Team-EM den 12. Schlussrang

Auch in der letzten Partie an der Team-Europameisterschaft der Division III in Lissabon (POR) gab es für Liechtenstein nur einen Teilerfolg. Im Spiel um Platz elf erreichten die FL-Squasher gegen Litauen ein 2:2-Remis. Beide Teams kamen dabei auf jeweils sieben Satzgewinne, daher musste die Punkteanzahl entscheiden. Und hier hatte Litauen mit 126:112 die Nase vorn und sicherte sich Rang elf. Für die Liechtensteiner resultierte damit der zwölfte Schlussrang an der EM. Gegen Litauen konnten David und Patrick Maier ihre Spiele gewinnen. Der nicht ganz fitte Marcel Rothmund und Peter Maier unterlagen ihren Kontrahenten.

Gegenüber dem Vorjahr, als das FL-Team in Riga (LET) den 14. Rang belegte, gab es heuer eine rangmässige Verbesserung. Die ganz grosse Freude kam bei Peter Maier und Co. aber nicht auf. Man hatte sich wesentlich mehr erwartet, wollte um die Plätze eins bis acht mitspielen. «Die EM verlief für uns enttäuschend», so Peter Maier. Einer der Gründe war sicher auf der Position 3 zu finden. Marcel Rothmund reiste nicht ganz fit an, er hat schon länger Probleme mit der Hüfte. Maier: «Wir gingen davon aus, dass es schon geht. Aber er hatte wärend des gesamten Turniers Probleme, konnte wegen der Verletzung nicht annähernd sein ganzes Potenzial abrufen.» So konnte der SRCV-Routinier, der gegen Griechenland geschont wurde, keinen Punkt für sein Team einfahren. Gleiches galt auch auf der Position 4. Auf den Positionen 1 und 2 machten hingegen David und Patrick Maier ihre Sache gut und hielten Liechtenstein immer wieder im Spiel.
Den Turniersieg sicherte sich übrigens Polen, das im Finale Österreich nach hartem Kampf in die Knie zwang. Beide Finalisten steigen in die nächsthöhere Stärkeklasse, die Division II, auf.

Litauen – Liechtenstein 2:2
  • Position 1: Konrad Tyma – David Maier 0:3 (5:11, 6:11, 6:11)
  • Position 2: Mantas Kociunas – Patrick Maier 1:3 (11:3, 7:11, 6:11, 8:11)
  • Position 3: Martynas Pempe – Marcel Rothmund 3:1 (11:1, 11:13, 11:8, 11:4)
  • Position 4: Andrius Voisnis – Peter Maier 3:0 (11:8, 11:5, 11:4)

Bemerkung: Beide Teams gewannen je 2 Spiele und das Satzverhältnis lautete 7:7. Litauen hat aber insgesamt mehr Punkte (126:112) erzielt und sicherte sich somit den 11. Schlussrang. Liechtenstein belegte an der EM Rang 12.

(Quelle: Liechtensteiner Volksblatt, 8. April 2019)

Das Aus im NLA-Halb­fi­nale: Vaduz unter­liegt Uster mit 1:3

 

Nichts wird es mit dem dritten Titel für den SRC Vaduz nach 2004 und 2012. Die Vaduzer verloren das Halbfinale beim «Final Four» gegen Gastgeber SC Uster mit 1:3. Der Ausfall der Maier-Brüder David und Patrick (siehe unten) war dann doch zu schwerwiegend.

Ein absolutes Topmatch auf Weltklasseniveau lieferte sich Jens Schoor mit seinem deutschen Landsmann Raphael Kandra, der aktuellen Nummer 14 der Welt. Schoor lag bereits 0:2 Sätze hinten, kämpfte sich aber zurück und konnte zum 2:2 ausgleichen. Im entscheidenden fünften Satz war Kandra aber einen Tick besser, konnte mit 1:6 gewinnen. «Jens hat sehr stark gespielt, es war ein hervorragendes Match zwischen den beiden», war Spielertrainer Davide Bianchetti fasziniert vom deutschen Duell.
Auf den hinteren Positionen hatte Vaduz gegen die Zürcher keine Chance. Roger Baumann verlor auf Position drei gegen Robin Gadola glatt mit 0:3, machte beim 3:11, 3:11 und 1:11 ganze sieben Punkte im Match. «Kandola hat sehr gut gespielt – von Beginn an. Zudem mag Roger seinen Stil überhaupt nicht, hatte da immer schon Schwierigkeiten. Nach dem schlechten Start kam er auch nicht mehr ins Match zurück», erklärte Bianchetti das Match.

Etwas besser schlug sich Georg Blaimauer, der zwar auch in drei Sätzen verlor, im dritten Durchgang aber immerhin an einem Satzgewinn schnupperte. Letztlich hatte der Ersatzmann des Ersatzmanns, er spielte für Michel Haug (Erkältung), aber auch keine realistische Chance auf den Sieg. dennoch war Bianchetti mit seinem Teamkollegen zufrieden. «Er hat sich tapfer geschlagen. Am Anfang kam er mit Pössls Spielweise überhaupt nicht zurecht, steigerte sich dann aber immer mehr.»
Den einzigen Punkt für Vaduz holte dann Bianchetti selber. Der Italiener gewann den ersten Satz gegen Rui Soares mit 11:8, danach gab der Spieler aus Uster auf. Auch wenn Bianchetti zuerst dachte, dass er selber das Match beendet hatte. «Nachdem Georg verloren hatte, hatten wir keine Chance mehr auf den Finaleinzug. Deswegen bin ich zu Rui hin, hab ihm die Hand gegeben. Aber er wollte wohl auch aufhören», musste Biancheti über das Ende des Spiels lachen. «Letztlich ist es auch egal – wir haben ja sowieso verloren.»
Im Spiel um Platz 3 geht es nun gegen Sihltal (11 Uhr). Der Titelverteidiger verlor das 2. Halbfinale gegen den SC Grabs mit 1:3. Biancheti: «Wir wollen Dritter werden, sind aber erneut Aussenseiter. Sihltal hat überragende Spieler auf den Positionen 1 und 2.»

(Quelle: Liechtensteiner Volksblatt, 6. April 2019)

Remis beschert Liech­tens­tein nur Teilerfolg

Das FL-Quintett an der Team-EM in Lissabon: Peter Maier, Patrick Maier, David Maier, Marcel Rothmund und Gerhard Schober (von links).

Liechtenstein spielte an der Team-EM der Division III in Lissabon (POR) in der Klassierungsrunde um die Plätze 9 bis 12 gegen Griechenland 2:2. Da die Griechen aber mehr Sätze gewannen, durften sie sich als Sieger feiern lassen.

Liechtensteins Squasher hatten sich in Portugal mit dem Erreichen der Klassierungsspiele um die Plätze 1 bis 8 einiges vorgenommen. Dazu wäre in der Gruppenphase Platz 1 oder 2 nötig gewesen. Es kam aber anders. In der Gruppe C gab es gegen die Ukraine und Luxemburg Niederlagen und gegen Gibraltar ein Remis. Damit belegte das FL-Team den 3. Rang und wurde dadurch in die Klassierungsrunde um die Plätze 9 bis 12 verbannt.
Auch dort gab es gestern nur einen Teilerfolg. Ohne Marcel Rothmund, der wegen seiner schon in den Gruppenspielen wieder akut gewordenen Hüftprobleme geschont wurde, spielten die heimischen Squasher gegen Griechenland 2:2, mussten aber den Südeuropäern, die mehr Sätze gewannen (8:6), den Sieg lassen. Für die Punkte sorgten David Maier mit einem klaren 3:0 gegen Konstantinos Kargiotis und Patrick Maier, der sich gegen Menelaos Mazarakis 3:2 durchsetzte. Peter Maier und der für Rothmund ins Team gerückte Gerhard Schober unterlagen jeweils klar mit 0:3. «Wir wussten, dass es ohne Marcel schwer wird», so Patrick Maier. «Viel mehr war nicht möglich.»
Heute steht für Liechtenstein die letzte Partie auf dem Programm. Gegen Litauen geht es um den 11. Schlussrang. Die Griechen spielen gegen Estland um Platz 9. Patrick Maier: «Marcel wird es noch mal versuchen und mit ihm streben wir zum Abschluss einen Sieg an.»

Liechtenstein – Griechenland 2:2
  • Position 1: David Maier – Konstantinos Kargiotis 3:0 (12:10, 11:9, 11:5)
  • Position 2: Patrick Maier – Menelaos Mazarakis 3:2 (5:11, 11:8, 11:8, 4:11, 11:7)
  • Position 3: Peter Maier – Charalampos Leontarakis 0:3 (4:11, 3:11, 3:11)
  • Position 4: Gerhard Schober – Panagiotis Anastasiadis 0:3 (4:11, 7:11, 8:11

Bemerkung: Griechenland gewinnt das Spiel mit dem besseren Satzverhältnis (8:6)

(Quelle: Liechtensteiner Volksblatt, 6. April 2019)

Vaduz im Kampf um die NLA-Krone Aussenseiter

 

In der NLA steht mit den Play-offs die entscheidende Phase an – es geht um den Meis­tertitel. Für den ersatzgeschwächten SRC Vaduz wird es im Halbfinale gegen Uster schwer.

Der SRC Vaduz hat die Qualifikation auf dem starken dritten Rang abgeschlossen. Insgesamt sammelten die Residenzler dabei 35 Punkte aus den 18 Partien. Damit ist das angestrebte Saisonziel, die Play-offs der besten vier Teams zu erreichen, bereits in trockenen Tüchern.

Ob es nun beim Finalturnier in der Squash Arena in Uster noch eine Zugabe gibt, ist wohl eher unwahrscheinlich. Zumal die Residenzler auf David und Patrick Maier, die beide derzeit bei der Team-EM der Division III in Lissabon in den Court steigen, verzichten müssen. «Das ist sehr unglücklich und das Finalturnier auch von Swiss Squash schlecht terminiert. Sie haben wohl nicht darauf geschaut, dass Liechtenstein an demselben Wochenende die Europameisterschaft spielt», so SRCV-Spielertrainer Davide Bianchetti enttäuscht. Damit ergibt sich die Aufstellung für die erste Aufgabe, dem heutigen Halbfinale gegen Uster (18 Uhr), von selbst. Neben dem Italiener stehen Jens Schoor (GER), Roger Baumann (SUI 27) und Michel Haug (SUI 36) im Einsatz. Auf Vaduz, das sich 2004 und 2012 den NLA-Meistertitel sicherte, wartet mit Uster eine ganz schwere Aufgabe. Denn auch in Bestbesetzung wäre der SRCV nur Aussenseiter. Zuletzt gab es in der Liga Mitte Februar eine 0:4-Niederlage in Uster. Was allerdings etwas Mut machen kann: das erste Duell der Saison konnte Vaduz zu Hause mit 3:1 gewinnen. Und das sogar ohne Topspieler Schoor. «Da hat Uster aber auch nicht in bester Besetzung gespielt», erklärt Bianchetti. «Es wird für uns ganz schwer werden, das Finale zu erreichen. Uster will das Turnier zu Hause und den Titel gewinnen, wird gegen uns in bester Aufstellung spielen.» Angeführt werden die Schweizer von Raphael Kandra (GER), der Weltnummer 14. Daneben spielen noch der Portugiese Rui Soares, der im PSA-Rankging die Position 93 einnimmt, und die Schweizer Nummer 4 Robin Gadola sowie Miguel Mathis (SUI 20).
Angesichts dieser Aufstellungen ist klar, das für Schoor gegen Kandra sowie für Baumann gegen Gadola die Trauben sehr hoch hängen – wohl zu hoch. Auch Bianchetti wird es gegen Soares schwer haben. Gleiches gilt für Haug gegen Mathis. Der Einzug ins Finale, das morgen Samstag gespielt wird, wird also fast zu einer «Mission Impossible». Aber: «Wir werden alles versuchen, um Uster irgendwie in Bedrängnis zu bringen», so Bianchetti kämpferisch: «In den Play-offs kann viel passieren.»

Im zweiten Halbfinale kommt es heute um 20 Uhr zum Kräftemessen zwischen dem Qualifikationssieger Grabs und dem Vorjahresmeister Sihltal. Ein Duell mit vielen grossen Namen. Grabs hat Daryl Selby (ENG, PSA 26), Joel Makin (WAL, PSA 15), Aqeel Rehman (AUT), Rudi Rohrmüller (GER) sowie die starken Wilhelmi-Brüder Yannick und Luca für die Play-offs gemeldet. Sihltal setzt unter anderem auf die Schweizer Nummern 1 und 2, Nicolas Müller (PSA 28) und Dimitri Steinmann (PSA 69). Grabs, das sich den ersten NLA-Titel sicher will, geht als leichter Favorit in diese Partie.

(Quelle: Liechtensteiner Volksblatt, 5. April 2019)

Ent­täu­schende Grup­pen­phase für FL-Team

Nach dem 0:4 gegen die Ukraine kam Liechtenstein gestern an der Team-EM der Division III in Lissabon (POR) gegen Gibraltar nicht über ein 2:2 hinaus. Gegen Luxemburg setzte es eine 1:3-Niederlage. In der Gruppe C bedeutete dies Rang 3.

Nach Rang 14 an der letztjährigen Team-EM in Riga (LET) hatte sich Liechtensteins Nationalteam in Portugal viel vorgenommen. Das vorrangige Ziel war, sich für die Klassierungsspiele um die Ränge eins bis acht zu qualifizieren. Dazu wäre in der Gruppenphase einer der ersten beiden Ränge nötig gewesen.
Aber gleich zum Auftakt gab es am Mittwoch in der Gruppe C eine klare 0:4-Niederlage gegen die Ukraine. Diese war zwar bitter, aber noch kein Beinbruch. Da die favorisierten Osteuropäer auch in den weiteren Spielen gegen Luxemburg und Gibraltar ihre «weisse Weste» behielten, hatte das FL-Team weiter alles in der eigenen Hand, um sich den zweiten Gruppenplatz zu sichern. Doch auch gestern lief es nicht wunschgemäss. Gegen Gibraltar resultierte nur ein 2:2. Wobei David und Patrick Maier mit jeweils souveränen 3:0-Siegen für die Punkte sorgen. Der nicht ganz fitte Marcel Roth­mund musste sich aber in fünf und Gerhard Schober in drei Sätzen geschlagen geben. Dieses Remis brachte die Liechtensteiner mächtig unter Zugzwang. Gegen Luxemburg musste nun ein Sieg her. Und wieder war es Patrick Maier, der auf der Position 2 mit einem 3:0 gegen Mark Lindsay scoren konnte. Marcel Rothmund hingegen unterlag auf der Position 3 Arnaud Masset mit 0:3. Danach musste sich David Maier auf der Position 1 Mark Radley nach hartem Kampf mit 2:3 geschlagen geben und Peter Maier unterlag auf der Position 4 Kyllian Hebbelinck mit 1:3. Durch diese 1:3-Niederlage schlossen die heimischen Squasher die Gruppe C hinter der Ukraine und Luxemburg auf dem dritten Rang ab. «Das ist für uns sicher eine Enttäuschung», stellt Peter Maier klar.
Weiter geht es für Liechtenstein nun in den Klassierungsspielen nicht wie vorgenommen um die Ränge eins bis acht, sondern neun bis zwölf. Dabei geht es heute zuerst gegen Griechenland, das in der Gruppe D hinter Norwegen und Russland ebenfalls den dritten Rang belegte.

Gibraltar – Liechtenstein 2:2
  • Position 1: Anthony Brindle – David Maier 0:3 (6:11, 1:11, 9:11)
  • Position 2: Christian Navas – Patrick Maier 0:3 (7:11, 6:11, 9:11)
  • Position 3: Michael Pinggera – Marcel Rothmund 3:2 (6:11, 11:9, 6:11, 11:2, 11:6)
  • Position 4: Stephen Shacaluga – Gerhard Schober 3:0 (11:3, 11:5, 11:4)
Luxemburg – Liechtenstein 3:1
  • Position 1: Mark Radley – David Maier 3:2 (4:11, 16:14, 6:11, 11:9, 11:7)
  • Position 2: Mark Lindsay – Patrick Maier 0:3 (3:11, 5:11, 5:11)
  • Position 3: Arnaud Masset – Marcel Rothmund 3:0 (11:5, 11:7, 11:9)
  • Position 4: Kyllian Hebbelinck – Peter Maier 3:1 (11:7, 11:13, 11:7, 11:5)

(Quelle: Liechtensteiner Volksblatt, 5. April 2019)

«In den Playoffs ist alles möglich»

Squash-Playoffs Morgen Abend (ab 18 Uhr) kämpfen die vier besten Teams dieser Saison in Uster um den Schweizer Meistertitel. Vaduz trifft auf Gastgeber Uster und will trotz seiner Aussenseiterrolle die erste Finalteilnahme seit dem Meistertitel 2012 realisieren.

Es ist wieder Playoff-Zeit. Und das nicht nur im Eishockey, sondern auch im Schweizer Squash-Sport. An diesem Wochenende wird in Uster der Schweizer Meistertitel unter den besten vier Teams der Regular Season ausgemacht. Zu diesen gehört auch in diesem Jahr das Herren-Team des SRC Vaduz, welches sich als Dritter souverän für das Finalturnier qualifizieren konnte. Nun geht es morgen im Playoff-Halbfinale gegen Gastgeber Uster um den Einzug ins grosse Finale.

In der jüngeren Vergangenheit war der SRC Vaduz beim Playoff-Finalturnier in Uster fast schon Stammgast. Die Vaduzer verpassten

das Turnier der besten Vier einzig in der Saison 2015/16. Allerdings vermochte das Team um Spielertrainer Davide Bianchetti nie richtig zu reüssieren. Seit der Saison 11/12 und dem zweiten Schweizer Meistertitel in der Klubgeschichte verpasste man bei jeder Playoff-Teilnahme das Finale.

Und die Durststrecke der Vaduzer dürfte auch in diesem Jahr kein Ende finden. Das, weil der SRCV im Halbfinale auf Gastgeber Uster, welches gemeinsam mit Grabs als Anwärter auf den Titel gilt, trifft. «Es wird morgen ganz schwer werden für uns. Es müsste alles für uns laufen, damit wir ins Finale einziehen», sagt Spielertrainer Davide Bianchetti.

Doch Playoff-Spiele im Squash haben ihre eigenen Gesetze und auch gegen das stärker einzustu- fende Team aus dem Zürcher Oberland sind die Vaduzer nicht chancenlos. Auf Position eins duelliert sich Vaduz-Ausländer Jens Schoor mit seinem Landsmann Raphael Kandra. «Kandra ist zur Zeit auf dem Zenit seiner Karriere und die Nummer 14 der Welt. Er hat einen extremen Lauf und wird kaum zu bezwingen sein», sagt Roger Baumann. Auch Vaduz-Trainer Bianchetti sieht nur geringe Chancen für den SRCV auf dieserPosition. «Für Jens wird

es ganz schwer, aber man weiss nie. Bei den Playoffs kann viel passieren.» Auf Position zwei sieht die Ausgangslage etwas anders aus. Dort trifft Routinier Bianchetti auf den 16 Jahre jüngeren Portugiesen Rui Soares. Während der Italiener seinen jüngeren Konkurrenten im Vorteil sieht, macht Baumann den Vaduzer Anhängern Hoffnung. «Passt auf Davide auf. Er hat zuletzt stark trainiert und daher traue ich ihm sehr viel zu. Er hat ein Gefühl für den Squash-Sport, das nur ganz we- nige Spieler haben, und wenn er in einen Lauf kommt, kann er fast jeden Gegner bezwingen.» Wiederum eine klare Angelegenheit dürfte das Duell auf Position drei sein. «Roger spielt gegen Robin Gadola, welcher zur Zeit einer der besten Spieler der Schweiz ist. Es wäre eine Überraschung, wenn Roger dagegen hal- ten könnte», erklärt Bianchetti. Dafür hofft der Italiener auf einen Exploit von Michel Haug auf Position vier. «Eventuell spielen sie nicht mit Mathis, sondern mit Joel Siewerdt. Dies wäre für uns besser, da Mathis etwas stärker einzustufen ist. Aber egal gegen welchen Gegner, ich traue Michel zu, dass er sich in diesem Spiel den Sieg holt.»

Mit etwas Glück und einer sehr starken Tagesform könnte es für die Vaduzer also endlich wieder einmal mit einer Final-Teilnahme klappen. «Diese Möglichkeit besteht, aber das Spiel um Platz drei ist aus meiner Sicht realistischer», so Bianchetti. Dort würde man, wenn alles nach Papierform läuft, auf den letztjährigen Meister aus Sihltal treffen. Die Zürcher haben zwar mit Nicolas Müller einen Super-Star in ihren Reihen, doch vor allem auf den Positionen drei und vier sind sie etwas schwächer besetzt als die übrigen drei Mannschaften. «Nici Müller und Dimitri Steinmann sind auf Position eins und zwei fast unschlagbar. Doch gegen sie könnte man theoretisch einen Satz gewinnen. Und wenn Roger und Michel ihre Duelle auf den Positionen drei und vier mit 3:0 gewinnen können, dann ist uns Platz drei sicher», erklärt Bianchetti die Ausgangslage für das potentielle Spiel um Platz drei am Samstag.

Im Finale sieht der italienische Spielertrainer der Vaduzer den Nachbarn aus Grabs als grossen Favoriten. «Da Uster wohl nur am Freitag auf Kandra zählen kann, wird Grabs leichtes Spiel haben. Mit Kandra könnte es zu einem hart umkämpften Duell kommen, das auf beide Seiten kippen könnte», so Bianchetti.

(Quelle: Liechtensteiner Vaterland, 4. April 2019)

SRCV Squash Rackets Club Vaduz – Liechtenstein