SRC Vaduz unter­liegt Bern im Spiel um Platz drei mit 1:3

Nach dem 0:4 im Halbfinale gegen Topfavorit Grabs musste sich der SRC Vaduz bei den Play-offs in Uster auch im Spiel um Platz drei gegen Bern mit 1:3 ­geschlagen geben. Damit beenden die Residenzler die NLA-Saison auf Rang vier.

Nach der mässigen Hinrunde lag der SRC Vaduz bereits acht Punkte hinter dem angestrebten Play-off-Platz. Die Residenzler konnten sich aber in der Rückrunde steigern und sich auf den letzten Drücker doch noch das Finalticket für Uster sichern. Der SRCV beendete den Grunddurchgang hinter Grabs, Bern und Grass­hoppers Zürich auf dem vierten Platz. «Die Play-offs zu erreichen war unser Saisonziel, das haben wir nun schlussendlich trotz des schwachen Starts geschafft», sagte Patrick Maier vor dem Finalturnier der besten vier Teams aus dem Grunddurchgang.

An den Play-offs in Uster standen am Freitag die Halbfinalpartien auf dem Programm. Dabei mussten die Residenzler auf ihre beiden Legionäre Yannik Omlor und Jens Schoor verzichten. Damit wurde die ohnehin schwere Aufgabe gegen Grabs zu einer «Mission Impossible». David Maier, Roger Baumann, Patrick Maier und Michel Haug standen dann gegen das Grabser Quartett Raphael Kandra (GER), Aqeel Rehman (AUT), Luca Wilhelmi und Rudi Rohrmüller (GER) auch auf verlorenem Posten. Alle vier Partien gingen mit 0:3 verloren. Somit wurde Vaduz in das Spiel um Platz drei gegen Bern, das sein Halbfinale gegen die Grasshoppers knapp verlor, verbannt. «Ohne Legionäre hatten wir gegen Grabs keine Chance. Mit dieser Niederlage mussten wir rechnen», so Patrick Maier.

Gegen Bern konnte der SRCV immerhin auf Jens Schoor zurückgreifen und präsentierte sich auch viel stärker als noch gegen Grabs. Auf der Position 1 hielt David Maier gegen Edgar Zayas gut mit, musste sich aber schlussendlich doch mit 0:3 (9:11, 12:14, 7:11) geschlagen geben. «David hat sehr gut gespielt und gegen den starken Edgar Zayas eine starke Leistung gezeigt», berichtet sein Bruder Patrick Maier. Chancenlos war hingegen Roger Baumann auf der Position 3 gegen Jakob Känel, der SRCV-Routinier unterlag 0:3. Patrick Maier gewann auf der Position 4 gegen Ilja Stucki den ersten Satz, musste den zweiten aber abgeben. Da damit das Spiel gesamthaft bereits für Bern entschieden war, wurden die weiteren Sätze an Bern abgegeben. Für den einzigen Punktgewinn gegen Bern sorgte Jens Schoor auf der Position 2. Der Deutsche setzte sich gegen Tarek Shehata mit 3:1 durch. In Summe stellte Bern das bessere Team, gewann mit 3:1 und sicherte sich die Bronzemedaille. Für Vaduz, den Meister von 2004 und 2012, blieb der vierte NLA-Schlussrang. Patrick Maier: «Die Leistung gegen Bern hat gepasst. Wir haben alles probiert, leider hat es nicht ganz gereicht. Mit Yannik Omlor fehlte uns ja auch ein wichtiger Spieler auf der Position 1.»

Den Schweizer Meistertitel sicherte sich Grabs, das im Finale gegen die Grasshoppers aus Zürich aber viel Mühe bekundete. Nach den vier Partien stand es 2:2-Remis, so mussten die gewonnenen Sätze entscheiden. Und hier hatte Grabs mit 9:6 die Nase vorne. Für den Schweizer Nachbar ist es der dritte Titelgewinn in den letzten vier Jahren. Im Vorjahr mussten sich die Grabser im Finale überraschend Sihltal geschlagen geben. Apropos Sihltal: Der Titelverteidiger spielte in der abgelaufenen Saison keine Rolle, beendete den Grunddurchgang auf dem achten und letzten Platz.
Bei den Frauen setzte sich Uster mit einem 2:1-Finalsieg gegen Fricktal die NLA-Krone auf.

Nach den Play-offs in Uster wirft der SRC Vaduz nun den Blick Richtung nächster Saison. «Wir planen eigentlich mit demselben Team wie heuer. Natürlich kann es aber auf den Legionärs-Positionen noch zu Änderungen kommen», lies Patrick Maier schon vor den Play-offs in Uster verlauten. Mit der abgelaufenen Saison zeigten sich die Vaduzer insgesamt zufrieden, konnte doch nach einer zweijährigen «Wartezeit» wieder das Finalturnier erreicht werden.

(Quelle: Liechtensteiner Volksblatt, 28. März 2022)