Mehr erhofft: David Maier schei­tert in Runde 2

David Maier kommt auf der internationalen Bühne noch nicht auf Touren. Beim PSA-Turnier in Lorient (FRA) war für den 19-Jährigen in Runde zwei Schluss. Wie schon Ende Januar in Nancy scheiterte Maier an Edwin Clain (FRA).

Liechtensteins Nachwuchssquasher David Maier war in dieser Woche auf sich allein gestellt. Anstatt mit dem NLA-Team des SRC Vaduz in der Meisterschaft um Punkte zu kämpfen, ging es für ihn an ein Kräftemessen ins gut 12 Autostunden entfernte Lorient in Frankreich. Für Maier war es nach den Turnieren in Nancy im Januar und Uster Anfang März der dritte Auftritt auf der internationalen Bühne. Der erhoffte Exploit des jungen Liechtensteiners blieb aber aus. «Ich konnte zwar einzelne Sachen, die ich mir vorgenommen habe, umsetzen. Dennoch muss man sagen, dass ich mit dem frühen Aus in Runde 2 mein Ziel nicht erreicht habe – ich hätte mir da schon etwas mehr erhofft», so das Resumeé von Maier.

Der Auftakt ins Turnier in der Region Bretagne verlief für den SRCV-Athleten dabei noch wunschgemäss. Und das obwohl er nach der langen Autofahrt «etwas müde» gewesen sei, wie er meinte. Seinen Kontrahenten Melvil Scianimanico (FRA), kannte Maier allerdings nicht. «Es war ein relativ junger Spieler, der dank einer Wildcard antreten durfte. Und ja, ich war am Anfang doch etwas überrascht, wie stark er spielte.» Das zeigte sich auch in den einzelnen Sätzen, wo Maier vor allem im ersten und dritten (13:11 und 12:10) ziemlich gefordert war und den zweiten sogar mit 7:11 abgeben musste. Dennoch reichte es am Ende für den Einzug in die zweite Runde.
Und dort wartete auf Maier mit Edwin Clain ein «alter Bekannter», wenn man so will. Bereits Ende Januar beim Turnier in Nancy trat er nämlich gegen den Franzosen an – damals in der 1. Runde. Und wie vor zwei Monaten, als er sich Clain knapp geschlagen geben musste, fand Maier auch dieses Mal keine Mittel. Zu Beginn konnte er sich nach einem 14:16 im ersten Satz zwar noch wehren. Danach sorgte Clain mit einem 12:10 im dritten und einem klaren 11:4 im vierten Satz für den ungefährdeten Sieg. «Irgendwie hab ich noch die Müdigkeit gespürt. Ich habe zwar alles versucht, am Ende war mein Gegner aber einfach besser», so Maier.

Auch wenn sich der SRCV-Akteur mehr erhoffte hatte, geht für ihn der Blick bereits in Richtung nächstes Turnier. In zwei Wochen, Mitte Mai, möchte der 19-Jährige erneut in Frankreich aufschlagen. Noch ist allerdings nicht sicher, ob er beim Open de Mulhouse in Frankreich einen Startplatz erhält. «Ich muss hoffen, dass ich da noch nachrücke», fügt Maier an. Anschliessend werde er im Juni und Juli wohl bei je zwei internationalen Turnieren dabei sein – je nach Coronasituation.
Vorerst will sich Maier aber noch auf das SRCV-NLA-Team konzentrieren. Vier Spiele warten auf die Residenzler noch, die derzeit mit sechs Punkten Rückstand auf einen Play-off-Platz an fünfter Stelle liegen. «Dass wir da noch mal rankommen, dürfte allerdings ziemlich schwierig werden», fügt Maier an.

(Quelle: Liechtensteiner Volksblatt, 3. Mai 2021)