Rück­run­den­auf­takt gegen Bern wieder mit ita­lie­ni­scher Power

Nach der doch eher enttäuschenden Hinrunde – der SRCV belegt Rang sechs, neun Punkte hinter den Play-off-Plätzen – starten die Vaduzer NLA-Squasher heute in Bern in die Rückrunde. Erstmals im neuen Jahr steht dabei Davide Bianchetti wieder auf dem Court.

Die bisherige Saison verlief für den SRC Vaduz nicht wunschgemäss. Aus den sechs Hinrundenpartien resultierte nur ein Sieg. Seit dem Re-Start der Meisterschaft im März setzte es vier Niederlagen. Dementsprechend reihen sich die Residenzler mit lediglich drei Punkten auf Rang sechs ein. Ganze neun Zähler fehlen bereits auf die angestrebten Play-off-Plätze. «Natürlich haben wir uns mehr erhofft, wir haben eindeutig zu wenig Punkte auf dem Konto», sagte Patrick Maier, Spieler und Technischer Leiter beim SRCV, nach der Hinrunde. Die bisherige Spielzeit sei aber auch sehr unglücklich verlaufen. «Heuer konnten wir noch keine Legionäre einsetzen. Weiter mussten wir in den letzten Spielen auch auf den angeschlagenen Louai Hafez verzichten.»

Obwohl das Saisonziel Play-offs in weite Ferne gerückt ist, gehen die Vaduzer die Hinrunde motiviert an und wollen das Beste aus den verbleibenden sechs Partien herausholen. Und bezüglich Personal kann der SRCV heute beim Rückrundenstart auswärts bei Bern wieder auf zwei Cracks zurückgreifen. Erstmals im Jahr 2021 steht der italienische Routinier Davide Bianchetti wieder für die heimischen Squasher auf dem Court. Auch der zuletzt angeschlagenen Louai Hafez steht zur Verfügung. Die beiden werden Roger Baumann und Michel Haug, die in dieser Saison eigentlich kürzertreten wollten und in den letzten Spielen eingesprungen sind, ersetzen. Damit stellt der SRCV heute ein schlagkräftiges Quartett. Die Aufgabe in Bern wird dadurch aber nicht viel einfacher. Auch die Schweizer Hauptstädter stellen eine gute und ausgeglichene Truppe. Das bekamen die Liechtensteiner im Hinspiel zu spüren, dieses ging mit 1:3 verloren. Somit ist heute Revanche angesagt. «Ein Remis sollte es sicher werden, aber wir haben auch gute Chancen auf einen Dreier», so Patrick Maier, der auf der Position 3 gegen Ilja Stucki die wohl schwerste Aufgabe vor sich hat. «Hier liegen die Vorteile klar bei Bern. Ich werde aber voll dagegenhalten.»
Relativ ausgeglichen sind die Ausgangslagen auf den weiteren Positionen. David Maier bekommt es auf Position 1 mit Jakob Känel zu tun. Im Schweizer Ranking liegen die beiden fast gleich auf (8 und 9). Im Hinspiel musste sich David Maier hauchdünn mit 2:3 geschlagen geben. «David ist gut drauf und ich glaube, dass er sich diesmal durchsetzen wird», weiss Patrick Maier über die Stärken seines Bruders Bescheid. Comebacker Davide Bianchetti steht auf der Position 2 dem Ägypter Tarek Shehata gegenüber. Auch dieses Spiel ging in der Hinrunde mit 3:2 für Bern aus. Auch diesmal ist ein enges Spiel zu erwarten, wobei man aufseiten der Vaduzer auf das grosse Kämpferherz von Bianchetti setzt. Auf der Position 4 kann Louai Hafez gegen Kevin Brechbühl seine gute Fitness und seine jugendliche Unbekümmertheit in die Waagschale werfen.

  • Position 1: Jakob Känel (SUI 8) – David Maier (SUI 9)
  • Position 2: Tarek Shehata (EGY) – Davide Bianchetti (ITA)
  • Position 3: Ilja Stucki (SUI 11) – Patrick Maier (SUI 23)
  • Position 4: Keven Brechbühl (SUI 33) – Louai Hafez (SUI 44)

(Quelle: Liechtensteiner Volksblatt, 22. April 2021)