Mit Sieg in die Weih­nachts­pause: Vaduz will Kriens auf Distanz halten

 

Zum NLA-Hinrundenabschluss wartet auf den SRC Vaduz morgen noch ein ganz heisses und wichtiges Duell gegen Pilatus Kriens. Die Residenzler wollen sich mit einem Sieg in die Weihnachtspause verabschieden und gleichzeitig den direkten Konkurrent um die Play-off-Plätze weiter distanzieren.

Der SRC Vaduz startete mit drei Siegen gegen die Panthers, Bern und die Pythons makellos in die neue Saison, führte nach drei Runden die Tabelle an. Danach setzte es gegen die beiden Topteams aus Uster und Grabs aber jeweils 0:4-Niederlagen. Darauf hatte der SRCV in der Vorwoche die richtige Anwort parat und gewann das Duell gegen Sihltal, einem direkten Konkurrenten um die vier Play-off-Plätze, mit 3:1. In der Tabelle rangieren die Vaduzer damit nach sechs Runden hinter Uster und Grabs auf Rang drei.
Zum Hinrundenabschluss steht nun morgen noch eine wichtige Partie auf dem Programm. Die Residenzler empfangen um 19.30 Uhr den Tabellenvierten Pilatus Kriens, der lediglich zwei Punkte hinter dem SRCV liegt. Damit ist die Ausgangslage klar. Mit einem Sieg könnte man Kriens weiter distanzieren und in Sachen Play-off-Teilnahme mit einem schönen Polster in die Weihnachtspause gehen. Bei einer Niederlage würde sich der «Strichkampf» hingegen zuspitzen.

Im morgigen Heimspiel wird Spielertrainer Davide Bianchetti nach seinen Herzproblemen weiter fehlen. «Es geht mir schon viel besser und ich kann auch schon ganz leicht trainieren. Wettkampfmässig rechne ich im Januar mit Einsätzen», gab sich der Italiener schon letzte Woche wieder optimistisch. Der SRCV kann mit Jens Schoor, David Maier, Patrick Maier und Roger Baumann aber trotzdem ein starkes Quartett aufbieten. Gleiches gilt aber auch für Pilatus Kriens, das mit Cédric Kuchen, Nils Rösch, John Williams und Tim Rösch anreist.

Auf den Positionen 1 und 4 liegen die Vorteile beim SRCV. Jens Schoor und Roger Baumann sollten gegen Cédric Kuchen bzw. Tim Rösch laut Patrick Maier den Court als Sieger verlassen. «Wenn Jens und Roger ihre Leistungen abrufen, kann hier nicht viel passieren. Beide sind einfach höher einzustufen.» Patrick Maier bekommt es auf der Position 3 mit John Williams zu tun. Der Australier ist in Vaduz bestens bekannt. Unter seiner Leitung als Spielertrainer holten die Vaduzer in der Saison 2003/04 den ersten von zwei NLA-Meistertiteln. «Ich kenne John bestens, er mich natürlich auch. Das wird sicher eine interessante Partie», weiss Maier. «John ist zwar nicht mehr der Jüngste, aber in einem Spiel kann er das Niveau noch sehr hoch halten. Und das heisst bei einem ehemaligen Weltklassespieler schon einiges.» Und wie sehen die Chancen aus? «Das ist nicht leicht zu beantworten. Da er nicht mehr oft in der NLA-Meisterschaft aufläuft, weiss ich nicht genau, wie er derzeit unterwegs ist», so Maier, der mit seinem Formstand zufrieden ist und sich gegen Williams einen Sieg zutraut. Auf der Position 2 dürfte es zu einem ausgeglichenen Duell zwischen David Maier und Nils Rösch kommen. Patrick Maier: «Beide sind gut drauf, da wird wohl die Tagesform entscheiden. Wobei ich David leicht im Vorteil sehe.»
Insgesamt verspricht der Hinrundenabschluss am Donnerstag (19.30 Uhr) im Squash House Vaduz zwischen dem SRCV und Pilatus Kriens viel Spannung mit vielen tollen Ballwechseln.

  • Position 1: Jens Schoor (GER) – Cédric Kuchen (SUI 6)
  • Position 2: David Maier (SUI 14) – Nils Rösch (SUI 7)
  • Position 3: Patrick Maier (SUI 26) – John Williams (SUI 25)
  • Position 4: Roger Baumann (SUI 27) – Tim Rösch (SUI 42)

(Quelle: Liechtensteiner Volksblatt, 27. November 2019)