Nächstes Direkt­duell für den SRCV im Kampf um die Play-off-Tickets

 

Hinter dem souveränen Leader Grabs kämpfen fünf Teams, die innerhalb von vier Punkten liegen, um die restlichen drei Play-off-Tickets. Mittendrin ist der SRC Vaduz, auf den heute gegen Sihltal ein Sechs-Punkte-Spiel wartet. Die Vorteile liegen dabei beim SRCV, Sihltal muss auf Nicolas Müller verzichten.

Sechs Runden vor Schluss der NLA-Qualifikation spitzt sich der Kampf um die vier Play-off-Plätze immer mehr zu. Einzig Grabs, dass mit 34 Punkten einsam an der Spizte liegt, muss sich bezüglich Finalturnier keine grossen Sorgen machen. Dahinter herrscht aber ein grosses Gedränge. Das zweitplatzierte Uster (24 Zähler) trennt lediglich vier Punkte vom Sechsten Pilatus Kriens (20). Dazwischen liegen Vaduz (23), Panthers Kriens (22) und Sihltal (22). Angesichts dieser Ausgangslage ist klar, dass in den letzten sechs Spielen jeder Punkt zählt – vor allem gegen die direkte Konkurrenz. Und wie schon letzte Woche gegen Pilatus Kriens, als der SRC Vaduz mit nur einem gewonnenen Punkt Federn lassen musste, kommt es heute zu einem weiteren Sechs-Punkte-Spiel. Und das gegen den Vorjahresmeister Sihltal.
Die Schweizer gehen aber mit einer grossen Hypothek in das Direktduell, sie müssen auf ihren klar besten Aktuer verzichten. Nicolas Müller, seines Zeichens die Nummer 1 der Schweiz und Weltnummer 18, ist derzeit auf der PSA-Tour in den USA im Einsatz. Damit wird sich das Kräfteverhältnis natürlich entscheidend verändern. Dimitri Steinmann rückt bei Sihltal auf die Position 1 vor, dahinter folgen Andreas Dietzsch, Diego Staub und Iain Keeling. Auch dieses Quartett hat ohne Zweifel seine Qualitäten, stellt die Liechtensteiner aber nicht vor eine unlösbare Aufgabe. Zumal der SRCV in Topbesetzung antritt, aber auch nicht ganz ohne Probleme in das Auswärtsspiel geht. Jens Schoor, der letzte Woche gegen Pilatus krankheitsbedingt passen musste, ist immer noch leicht angeschlagen. Auch David Maier spürt die Nachwehen seiner Verletzung, die er sich beim Juniorenturnier in Prag zugezogen hat. Er ist laut Spielertrainer Davide Bianchetti noch nicht zu 100 Prozent fit. Dennoch ist der Italiener optimistsch, dass heute drei Punkte im Heimreisegepäck sind.

«Jens wird es gegen die Schweizer Nummer 2 Dimitri Steinmann schwer haben. Für uns ist aber wichtig, dass er spielt. Damit liegen auf den Positionen 2 bis 4 die Vorteile auf unserer Seite. «Ich strebe auf der Position 2 gegen Andreas Dietzsch einen Sieg an», gibt Bianchetti seine Marschroute klar vor. «Obwohl David noch nicht ganz fit ist, sollte es auf der Position 3 gegen Diego Saub ebenfalls reichen.» Und Roger Baumann ist auf der Position 4 gegen den jungen Iain Keeling klarer Favorit. Insgesamt liegen heute die Vorteile also beim SRC Vaduz, der die grosse Chance, Sihltal zu bezwingen, nutzen will. «Ich bin mir sicher, dass Sihltal die Play-off-Qualifikation schaffen wird, zumal Nicolas Müller in den nächsten Partien wieder aufläuft. Daher wäre ein Dreier gegen den Vorjahresmeister für uns ganz besonders wertvoll», weiss Davide Bianchetti, der die Panthers als schärfsten Rivalen im Play-off-Rennen einschätzt. «Grabs ist praktisch durch, Sihltal wird es, wie schon gesagt, auch schaffen und Uster schätze ich auch sehr stark ein. Damit ist klar, dass wir die Panthers auf Distanz halten müssen.» Und für die Panthers steht heute ebenfalls ein Direktduell an, sie treffen auf Uster.

  • Position 1: Dimitri Steinmann (SUI 2) – Jens Schoor (GER).
  • Position 2: Andreas Dietzsch (SUI 17) – Davide Bianchetti (ITA).
  • Position 3: Diego Staub (SUI 60) – David Maier (SUI 16).
  • Position 4: Iain Keeling (SUI 86) – Roger Baumann (SUI 26)

(Quelle: Liechtensteiner Volksblatt, 31. Januar 2019)