Der Meister kommt

Auf den SRC Vaduz, der erneut auf Jens Schoor verzichten muss, wartet in der 4. NLA-Runde eine schwere Aufgabe. Der amtierende Meister Sihltal, angeführt von der Schweizer Nummer 1 Nicolas Müller, gastiert im Squash House Vaduz.

In der letzten Runde gelang dem SRC Vaduz der erste Sieg in der laufenden Meisterschaft – ein ganz wichtiger. Mit Pilatus Kriens konnte einer der direkten Konkurrenten um die vier Play-off-Plätze mit 3:1 in die Knie gezwungen werden. Dabei mussten die Residenzler in Kriens ohne Legionär Jens Schoor und Michel Haug antreten. Dementsprechend zeigte sich SRCV-Spielertrainer Davide Bianchetti nach dem doch überraschenden Sieg sehr zufrieden. «Das war ein wirklich schöner Erfolg für uns, mit dem wir so nicht rechnen konnten. Ich hoffe, der erste Dreier gibt uns Selbstvertrauen für die nächsten Partien.»

Und Selbstvertrauen können die Liechtensteiner heute gut gebrauchen. Mit Sihltal treffen sie auf den amtierenden Meister. In deren Reihen stehen mit Nicolas Müller und Dimitri Steinmann die Schweizer Nummern 1 und 2. Auch auf der Position 3 sind sie mit Andreas Dietzsch gut aufgestellt. Auf der Position 4 haben die Schweizer mit Diego Staub einen soliden, aber keinen übermächtigen Crack. Gegen dieses Quartett wird dasselbe SRCV-Team wie beim 3:1-Sieg gegen Piltus antreten. Das heisst, die Vaduzer müssen erneut auf Jens Schoor und Michel Haug verzichten. Für Davide Bianchetti und Roger Baumann wird es auf den ersten beiden Positionen wohl eine «mission impossible». Müller ist nicht nur der stärkste Schweizer Squasher, sondern zählt auch weltweit zu den besten seines Fachs. In der Weltrangliste wird er an Position 17 geführt. Baumann hat zwar letzte Woche mit dem 3:0 gegen den besser klassierten Christoph Zust bewiesen, dass er in Topform ist, aber Steinmann ist noch eine Nummer grösser. Auch Youngster David Maier wird es auf der Position 3 gegen Andreas Dietzsch nicht leicht haben. Sein Bruder Patrick Maier geht gegen Diego Staub hingegen als Favorit in die Partie.

  • Position 1: Davide Bianchetti (ITA) – Nicolas Müller (SUI 1)
  • Position 2: Roger Baumann (SUI 27) – Dimitri Steinmann (SUI 2)
  • Position 3: David Maier (SUI 32) – Andreas Dietzsch (SUI 13)
  • Position 4: Patrick Maier (SUI 40) – Diego Staub (SUI 53)

(Quelle: Liechtensteiner Volksblatt, 25. Oktober 2018)