Vaduz ver­passt Finaleinzug

Wie erwartet musste sich der SRC Vaduz im Halbfinale der NLA-Play-offs in Uster dem Favoriten Sihltal geschlagen geben. Im Spiel um Bronze geht es heute gegen Pilatus.

Die Vorzeichen für den Finaleinzug standen schon im Vorfeld nicht gut. Der SRC Vaduz, der die Qualifikation als Erster abschloss, bekam es im Halbfinale mit dem viertklassierten Sihltal, das in Bestbesetzung der Topkanditat auf die Meisterkrone ist, zu tun. Und Sihltal wurde seiner Favoritenrolle gestern auch gerecht. Den Auftakt machten die Partien auf den Positionen 1 und 3. Wobei die Niederlage von Jens Schoor gegen die Schweizer Nummer 1 und der aktuellen Weltnummer 18 Nicolas Müller eingeplant war. Schoor verkaufte sich zwar teuer, musste beim 0:3 die Überlegenheit von Müller aber akzeptieren. Da Sihltal auch auf der Position 4 mit Lucas Wirths einen übermächtigen Akteur in seinen Reihen hat, war das Spiel von Roger Baumann auf der Position 3 gegen Andreas Dietzsch schon vorentscheidend. Baumann wehrte sich nach Kräften, konnte einen 0:2-Satzrückstand ausgleichen, musste sich aber schlussendlich doch mit 2:3 geschlagen geben. Damit war das Halbfinale eigentlich schon gelaufen. Davide Bianchetti spielte zwar noch auf der Position 2 gegen Dimitri Steinmann, verlor sein Duell aber auch mit 0:3. Die Position 4 wurde nicht mehr ausgespielt. Damit gewann Sihltal mit 3:0 und steht im Finale.

Das zweite Halbfinale zwischen Grabs und Pilatus Kriens verlief überaus spannend und ausgeglichen – am Ende hiess es 2:2. Das Finalticket sicherte sich Grabs dank der mehr gewonnenen Games (8:7) und spielt heute gegen Sihltal um den Meistertitel.
Vaduz kann sich heute gegen Pilatus Kriens, wie letzte Saison, noch die Bronzemedaille sichern. Auch das wird eine sehr schwere Aufgabe für den SRCV, der aber nochmals alles in die Waagschale werfen wird.
Bei den Frauen kommt es im Finale zum Duell zwischen Pilatus Kriens und Fricktal, um Platz drei spielen Uster und Winterthur.

  • Position 1: Jens Schoor – Nicolas Müller 0:3 (5:11, 13:15, 7:11
  • Position 2: Davide Bianchetti – Dimitri Steinmann 0:3 (9:11, 9:11, 11:13)
  • Position 3: Roger Baumann – Andreas Dietzsch 2:3 (9:11, 9:11, 11:8, 12:10, 3:11
  • Position 4: Die Partie auf der Position 4 wurde nicht mehr gespielt.

(Quelle: Liechtensteiner Volksblatt, 7. April 2018)