Gelungener Abschluss mit Rang 3 – SRC Vaduz bezwingt Sihltal mit 3:1

(Quelle: Liechtensteiner Volksblatt, 3. April 2017)

Die Männer-Equipe des SRC Vaduz hat die Nationalliga-A-Meisterschaft durch den 3:1-Sieg gegen Sihltal auf Rang drei abgeschlossen. Mehr lag in den Play-offs, die in Uster ausgetragen wurden, nicht drin. Der Titel ging an Vitis Schlieren.

Mit Rang drei das Beste herausgeholt: Patrick Maier, Roger Baumann, Michel Haug, Davide Bianchetti, Jens Schoor und David Maier (von links).?(Foto: Stefan Kleiser)

Es war ein versöhnliches Ende. Nach dem 1:3 im Play-off-Halbfinal von Freitag gegen den lokalen Rivalen Grabs siegten die Vaduzer Squasher am Samstag in der letzten Begegnung der Saison mit 3:1 gegen Sihltal. Sie schliessen die Nationalliga-A-Meisterschaft damit auf dem dritten Platz ab. Das ist ein tolles Ergebnis, findet SRCV-Spielertrainer Davide Bianchetti. «Wir haben 2012 den Meistertitel gewonnen. Und wir sind immer noch dieselben Spieler. Für Vaduz ist es wichtig, in die Play-offs zu kommen. Das haben wir erreicht», so der Italiener.
Vor einem Jahr mussten die Residenzler bei den Entscheidungsspielen noch zuschauen. Wegen verletzungsbedingter Ausfälle hatte am Ende ein Punkt gefehlt, um die Qualifikation unter den besten vier Teams zu beenden. Auch Bianchetti, die frühere Nummer 24 der Welt, war wegen einer Diskushernie zwei Monate ausser Gefecht gesetzt. In dieser Saison reichte es nun genauso knapp zu Platz vier. Mehr als Platz drei lag in den Play-offs in der Squash Arena Uster aber nicht drin.

«Schlieren und Grabs sind ganz einfach besser», bilanziert Bianchetti, Trainer der Vaduzer von 2011 bis 2012 und seit 2014. «Die anderen Teams sind gleich stark. Und wir haben die Saison als bestes Team der anderen beendet. Ein Wunder ist uns aber nicht gelungen.» Patrick Maier ist einer derjenigen, dem ein solches am Freitag hätte gelingen müssen, hätten sich die Vaduzer noch weiter vorn klassieren wollen. Über sein 0:3 gegen seinen ehemaligen Clubkollegen Yannick Wilhelmi war der 20-Jährige denn auch wenig erfreut. Zwar ist der Gegner in der nationalen Rangliste weiter vorn positioniert. «Auf das Ranking kannst du aber nicht gehen, er spielte ja auch viel mehr Turniere», erklärt Maier, der wegen einer gebrochenen Schlaghand zeitweilig aussetzen musste. Die Niederlage im Play-off-Halbfinal habe es «auch wegen mir» abgesetzt, meint der 20-Jährige, der im Match der Nummern vier im zweiten Durchgang einen 9:7-Vorsprung verspielte. Maier will aber im Squash schon bald einen Schritt vorwärts machen.
Im vergangenen Sommer schloss er seine KV-Lehre ab, in diesem Sommer will er zwei Monate in den USA verbringen und an einem College trainieren. Ihm und seinem jüngeren Bruder David, der auch schon die Nummer 56 der Schweiz ist, gehört die Zukunft. «Die Idee ist es, dass sie mehr und mehr in der Nationalliga A spielen», erklärt Bianchetti. Denn für die älteren Spieler, auch ihn selbst, sei es schwieriger und schwieriger, das Level zu halten. Eine Wachablösung steht wohl schon bald bevor.

Am Samstag im Spiel um Rang drei gegen Sihltal kamen aber noch einmal die Routiniers zum Einsatz. Profispieler Jens Schoor besiegte den aufstrebenden Dimitri Steinmann (19) in vier Sätzen, Bianchetti bezwang Sportschüler Andreas Dietzsch in drei Durchgängen und Roger Baumann schlug Michael Müller ebenfalls in vier Sätzen. So machte es nichts, dass Michel Haug im vierten Einzel Diego Staub mit 1:3 unterlag.

Den Nationalliga-A-Titel bei den Männern sicherte sich wie im Vorjahr Vitis Schlieren, das im Finale Grabs keine Chance liess. In den Reihen von Schlieren standen dabei zwei ehemalige Vaduzer Meistermacher. Mit John Williams (Saison 2003/04) und Borja Golan (Saison 2011/12) ging der Titel jeweils nach Liechtenstein.
Bei den Frauen gab es einen Heimsieg. Uster gewann das Finale gegen Fricktal mit 2:0, das letzte Einzel wurde nicht mehr gespielt. Im Spiel um Platz drei setzte sich Winterthur gegen Pilatus Kriens durch.