Kein Finale für Vaduzer Squasher

(Quelle: Liechtensteiner Volksblatt, 1. April 2017)

Die Vaduzer Männer haben gestern in Uster das Play-off-Halbfinale der Nationalliga A gegen Grabs mit 1:3 verloren und spielen heute um Rang drei. Gegner wird dann Sihltal sein, das sein Semifinale gegen Vitis Schlieren 0:4 verlor.

Jens Schoor und Co. mussten sich im Halbfinale Grabs mit 1:3 geschlagen geben.?(Foto: Michael Zanghellini)

2004 und 2012 gewannen die Squasher aus Vaduz die Schweizer Meisterschaft. Ein dritter Titel kommt vorläufig nicht dazu. Das ist aber keine Überraschung: Denn zu gut sind diese Saison die gegnerischen Teams besetzt. Halbfinalgegner Grabs, Gewinner der Qualifikation, nutzte im Semifinale gegen die Residenzler die Vorteile auf den hinteren beiden Positionen. Luca und Yannick Wilhelmi, beide bis vor drei Jahren noch Junioren im Squash Rackets Club Vaduz, bestätigten ihre Fortschritte der letzten Jahre und gewannen gegen Roger Baumann und Patrick Maier ohne Satzverlust.

Roger Baumann vermochte gegen Luca Wilhelmi, die Nummer 7 der Schweizer Rangliste, in keinem der Durchgänge mehr als sieben Ballwechsel zu gewinnen. Die jungen Spieler seien eben «fitter, schneller und spritziger. Da kannst du als alter Hase nicht mehr mithalten», anerkannte der 35-Jährige die Leistung der Gegner. «Sie haben den Finaleinzug mehr als verdient.» Für Patrick Maier lag gegen Yannick Wilhelmi, der im nationalen Ranking 19 Plätze weiter vorn liegt, immerhin ein Satzgewinn drin. Maier lag im zweiten Durchgang 9:7 in Führung. Aber der 20-Jährige verlor den Satz trotzdem – nach vier aufeinanderfolgenden Punkten des Gegners. Danach war bei ihm der Glaube an eine Überraschung weg, den dritten Satz verlor er gleich 0:11. Und deshalb war es schon ein Problem, dass Jens Schoor, die deutsche Nummer eins der Vaduzer, seinen Landsmann Rudi Rohrmüller auf der Position 1 «nur» in vier Sätzen besiegte.
«Unsere Taktik war schon, dass wir auf den Positionen eins und zwei hoch gewinnen», ärgerte sich Jens Schoor, dass er den zweiten Satz mit 10:12 verloren hatte. «Der zweite Satz war sehr knapp. Ich hatte Satzball, und dann hatte Rudi zwei glückliche Entscheidungen für sich. Aber meine Bälle waren halt auch nicht die besten», so Schoor. Dass im Anschluss SRCV-Spielertrainer Davide Bianchetti im Spiel der Nummern zwei auch noch dem Ungarn Farkas Balazs unterlag, war deshalb nur noch eine Randnotiz. Heute Samstag spielen die Vaduzer gegen Sihltal um Rang drei. Das Finale bestreiten Grabs und Vitis Schlieren.