SRC Vaduz empfängt Fricktal

(Quelle: Liechtensteiner Volksblatt, 30. Oktober 2014)

Nach dem 2:2 in Uster spielt der SRC Vaduz heute zum ersten Mal in der neuen NLA-Saison auf heimischem Terrain. Gegen Schlusslicht Fricktal sind drei Punkte budgetiert. Alles andere wäre eine grosse Überraschung.

Ganz zufrieden ist man beim SRC Vaduz mit dem Saisonstart nicht. Das 2:2 im Auswärtsspiel gegen Uster vor einer Woche entsprach resultatmäs-sig zwar den Erwartungen, mit der Ausbeute von nur einem Punkt waren die Residenzler aber nicht glücklich. In den Matches stand es am Ende 2:2, in den einzelnen Sätzen 6:6. Nach Punkten musste sich Vaduz jedoch mit 106:108 geschlagen geben. Das bedeutete: Uster erhielt zwei Zähler gutgeschrieben, Vaduz nur einen.
«Wir waren danach enttäuscht», gibt SRCV-Routinier Marcel Rothmund zu, «obschon wir wussten, dass es eine enge Partie geben wird.» Insbesondere auf Position 2 erhofften sich die Vaduzer von Roger Baumann einen Satzgewinn. Doch obwohl er immer wieder nahe dran war, sollte es am Ende nicht reichen (3:11, 9:11, 9:11 gegen Robin Gadola). Die Courts im brandneuen Squashcenter von Uster brachten dem SRCV kein Glück.
Gegen Fricktal sollte das dem SRC Vaduz unter normalen Umständen nicht passieren. Der kommende Gegner verlor seine beiden bisherigen Partien gegen die Grasshoppers und die Panthers jeweils diskussionslos mit 0:4.
Im Duell mit dem Letztplatzierten ist das Liechtensteiner Team klarer Favorit. Rothmund spricht im Vorfeld der Partie von einem «Pflichtsieg». Kurzum: Beim SRCV hat man die drei Punkte bereits fix einkalkuliert. Trotzdem mahnt Rothmund, ein Selbstläufer werde die heutige Begegnung im Vaduzer Squash House nicht: «Jede Partie muss zuerst einmal gespielt werden.»
Die Resultate mögen zwar nicht für Fricktal sprechen, dennoch verfügt die Mannschaft aus dem Kanton Aargau über viel Qualität. Vor allem in Form von Erfahrung. Mit Christoph Frey hat das NLA-Schlusslicht einen ehemaligen Top-Spieler in den Reihen. Der 52-Jährige ist mehrfacher Schweizer Meister, war zehn Jahre lang die Nummer eins der Schweizer Nationalmannschaft. Vor 9 Jahren war Frey dabei, als der Squashclub Fricktal ins Leben gerufen wurde. Seither kämpft der «Squash-Dino» mit seinem Verein Jahr für Jahr um den Anschluss in der höchsten Schweizer Spielklasse.

Auf allen Positionen Favorit
Auch in der heutigen Partie wird Frey die langjährige Erfahrung helfen – auch wenn er aufgrund seines Alters gegen Michel Haug auf Position 3 nicht mehr Favorit ist. Eine Niederlage Haugs würde ebenso überraschen wie Matchverluste der anderen Vaduzer Protagonisten. Auf Position 1 trifft Davide Bianchetti (It) auf Thomas Lüdin. Roger Baumann spielt gegen Etienne Kayser (Position 2) und Routinier Marcel Rothmund fordert Adriaan Hohenstein (Position 4).

SRC Vaduz – Fricktal.  Do 19.30

Position 1: Davide Bianchetti – Thomas Lüdin.

Position 2: Roger Baumann – Etienne Kayser.

Position 3: Michel Haug – Christoph Frey.

Position 4: Marcel Rothmund – Adriaan Hohenstein.