Unentschieden für den SRC Vaduz in Uster

(Quelle: Liechtensteiner Vaterland, 24. Oktober 2014)

Der SC Uster und der SRC Vaduz trennten sich gestern in Uster 2:2. Die Zürcher liessen sich aber zwei Spielpunkte mehr notieren – und dürfen sich damit über zwei Tabellenpunkte freuen. Vaduz musste mit einem retour reisen.

Das Fehlen der beiden besten Ustermer, Simon Rösner und Raphael Kandra, schien dem SRC Vaduz gestern in der neuen Squash Arena Uster die Tür für drei oder mindestens zwei Tabellenpunkte weit zu öffnen. Doch es sollte nicht sein. Davide Bianchetti und Marcel Rothmund taten, was von ihnen erwartet wurde: Ohne Wenn und Aber siegen gegen die Aussenseiter Florian Pössl und Oliver Horak. Beide SRC-Akteure entledigten sich dieser Aufgabe mit jeweils klaren 3:0-Triumphen.

Um mindestens zwei Tabellenpunkte aus der Squash-Hochburg Uster nach Liechtenstein zu bringen, hätten also Roger Baumann und Michel Haug nur noch einen einzigen Satzgewinn in ihren Partien benötigt. Es sollte nicht sein. Haug und Baumann mussten sich den Ustermer Nachwuchs-Cracks Robin Gadola und Dimitri Steinmann nicht nur 0:3 geschlagen geben, sie totalisierten auch zwei Spielpunkte zu wenig, um sich den zweiten Tabellenpunkt zu sichern. «Das ist frustrierend; ich habe mir viel mehr vorgenommen », haderte nach der Partie Haug. Er trat zwar zum Duell mit dem erst 17-jährigen U19Schweizer Meister Dimitri Steinmann nicht als Favorit an, «die letzten beiden Partien habe ich aber jeweils nur knapp verloren. Darum rechnete ich mir schon einen Satzgewinn aus.» Steinmann überraschte Haug mit viel Druck, nahm die Bälle früh und produzierte weniger Eigenfehler als noch in den Vorjahren.

Zumindest mit Blick aufs Ranking trat Baumann gegen Gadola nicht als Aussenseiter an. Gadola klassierte sich jedoch vor zwölf Monaten noch direkt vor Baumann, eine Verletzung warf ihn dieses Jahr jedoch fünf Ränge zurück. Vor allem der erste Satz, den Gadola mit 11:3 für sich entschied, entwickelte sich gar nicht nach dem Gusto Baumanns. In den folgenden zwei Durchgängen vermochte sich der Werdenberger zu fangen und dem Zürcher Paroli zu bieten. Die Sätze zwei und drei verlor Baumann nur noch jeweils 9:11. Doch die Hypothek des ersten Satzes wog genauso schwer wie Haugs erster Satz, den dieser gegen Steinmann mit 11:4 verlor. «Unnötig, schade, ärgerlich», so der enttäuschte Haug. Man habe sich mindestens zwei Punkte erhofft. Der Kampf um die Playoff-Ränge ging also mit einem «Fehlstart» los.

Uster – SRC Vaduz 2:2

Florian Pössl (A) – Davide Bianchetti (A) 0:3 (8:11, 4:11, 7:11). Robin Gadola (CH 16) – Roger Baumann (CH 12) 3:0 (11:3, 11:9, 11:9). Dimitri Steinmann (CH 17) – Michel Haug (CH 21) 3:0 (11:4, 11:8, 11:7). Oliver Horak (CH 92) – Marcel Rothmund (CH 25) 0:3 (8:11, 9:11, 6:11).