Morgen starten die Herren des SRCV in neue Saison

(Quelle: Liechtensteiner Vaterland, 22. Oktober 2014)

Die Männer des SRC Vaduz eröffnen morgen in Uster ihre Interclub-NLA-Saison. Mit Spielertrainer Davide Bianchetti setzen die Residenzler nur einen Ausländer regelmässig ein, Weltstar Borja Golan wird nur selten für den SRC spielen.

001Das aktuelle Vaduzer NLA-Team: Patrick Maier, Roger Baumann, Marcel Rothmund, Davide Bianchetti und Michel Haug (v. l.)

Mit dem Spiel gegen den Squash Club Uster startet das Männer-Team des SRC Vaduz morgen in die neue NLA-Saison. Die Residenzler treten mit zwei markanten Wechseln im Kader an. So ist die Lizenz für den Spanier Borja Golan zwar weiterhin im Besitz des SRC, allzu oft wird die Weltnummer sieben für die Liechtensteiner jedoch nicht in den Court treten. «Natürlich ist es vor allem eine Frage der Finanzen », äussert sich SRC-Präsident Daniel Bader zu diesem Entscheid. Man wolle Golan trotzdem für einzelne wenige Spiele engagieren, «primär, wenn Spitzenteams in Vaduz zu Gast sind und damit Squash auf Weltniveau angeboten werden kann.»

Nachdem sein Trainervertrag nicht mehr verlängert wurde, verabschiedete sich auch David Heath aus Vaduz. Der Schotte verliess die Schweiz aber nicht und schloss sich Vitis Schlieren an.

Golans Position eins wird von Davide Bianchetti übernommen. Der Italiener ist seit diesem Sommer hauptamtlich als Trainer des SRC Vaduz tätig und wird wieder regelmässiger fürs NLA-Team spielen. Auf Position zwei rückt Roger Baumann vor. Michel Haug (Position drei), Marcel Rothmund (vier) und Patrick Maier komplettieren den Vaduzer Kader. Maier arbeitete sich im Schweizer Ranking inzwischen auf Platz 36 vor und dürfte wie bereits in der vergangenen Saison oft in der NLB zum Einsatz gelangen. «Im Falle von Abwesenheiten in der NLA-Truppe steht mit ihm aber auch ein guter Ersatz bereit», freut sich Bader.

Als grosser Favorit auf den diesjährigen NLA-Titel treten die Zürcher Grasshoppers an. Ihre erste Partie gegen Fricktal beendeten die Stadtzürcher standesgemäss mit einem 4:0-Sieg. Sie konnten es sich mühelos leisten, auf ihre beiden ausländischen Stars Daryl Selby (England, Weltnummer 9) und Olli Tuominen (Finnland, Weltnummer 31) zu verzichten. Peter Reiko, Jonas Dähler, Paul Steel und Marcel Straub sind alle in den Top 15 der Schweiz klassiert und gewannen sämtliche Spiele ohne Satzverlust.

Reiko wechselte auf die neue Saison von den Krienser Panthers an die Limmat. Die Innerschweizer verloren damit ihre Nummer eins und werden auch dieses Jahr ohne Ausländer spielen. Mit vier Spielern in den Top zehn der Schweiz gelten die Panthers trotzdem als sicherer Playoff- Tipp. Als solcher Tipp ist ebenso Vitis Schlieren und Sihlthal zu nennen. Vitis zählt gleich drei ehemalige Vaduzer im Kader. Neben Heath unter anderem John Williams – die beiden dürften oft als Nummer eins und zwei auflaufen. Aber auch Luca Wilhelmi kann sich Chancen auf regelmässige NLA-Einsätze ausrechnen. Seine erste Partie gestaltete Wilhelmi bereits siegreich.

Auch der morgige Gegner der Vaduzer, der Squash Club Uster, dürfte sich in die Playoff-Ränge spielen, sofern die beiden deutschen Cracks Simon Rösner (Weltnummer 13) und Raphael Kandra (Weltnummer 61) regelmässig zum Einsatz gelangen sollten. Denn hinter den beiden Deutschen stehen mit Robin Gadola und Dimitri Steinmann zwei Schweizer Top-20-Akteure auf den Positionen drei und vier zur Verfügung.

Mit dem «Verlust» von Golan verliert der SRC Vaduz seine Sieggarantie auf Position eins. Golan verlor keine Partie für den SRCV, an die Playoff-Teilnahme glaubt man bei den Vaduzern trotzdem: «Wir wollen den vierten Qualifikations-Rang der letzten Saison verteidigen», so Bader. Dieses Vorhaben dürfte eng mit einer verletzungsfreien Spielzeit von Bianchetti verbunden sein. Stehen weder Golan noch Bianchetti zur Verfügung, würde die Speerspitze auf Position eins gegen Teams wie Uster, Vitis oder Cham fehlen.

Der beste Schweizer Squasher, Nicolas Müller, kehrt nach zwei Jahren in Schlieren zurück zu seinem Stammverein Sihltal. Die in Langnau am Albis beheimateten Sihltaler grüssen wieder aus der NLA. Die Zürcher konnten den Platz des SRC Winterthur, der sich wegen fehlender Sponsorengelder zurückzog, übernehmen. Die in der letzten NLBSaison vor Sihltal klassierten Teams GC II, Vitis Schlieren II, Cham II und Panthers Kriens II stellen alle eine NLA-Truppe und durften nicht aufsteigen.