Auf­schlag in die neue Saison

Der SRC Vaduz startet heute in die neue NLA-Saison. Zum Auftakt bekommen es die Liechtensteiner auswärts mit Uster zu tun. Der kurzfristige Ausfall von Legionär Jens Schoor macht die ohnehin schwierige Aufgabe nicht leichter.

Insgesamt verlief die letzte NLA-Saison, die wegen Corona lange unterbrochen war, für den SRC Vaduz sehr unglücklich. In Sachen Play-off-Qualifikation, dem gesteckten Saisonziel, hiess es schon vorzeitig «rien ne va plus» (nichts geht mehr). Schlussendlich resultierte der sechste Schlussrang. Dabei gab es in zwölf Partien lediglich zwei Siege. Dem gegenüber standen neun Niederlagen und ein Unentschieden mit Zusatzpunkt. Für den zweimaligen Meister (2004 und 2012) und «Stammgast» in den Play-offs war diese Ausbeute doch enttäuschend.
Auf die neue Spielzeit hin kam es nun zu Änderungen. Nicht mehr im SRCV-Dress zu sehen ist Davide Bianchetti. Der Italiener, der seit 2010 als Legionär und Spielertrainer bei den Vaduzern tätig war, wechselte zu den Grasshoppers. «Davide hat von GC ein gutes Angebot erhalten. Da wollten wir ihm nicht im Weg stehen», so Patrick Maier, Spieler und Technischer Leiter beim SRCV. «Das ist für uns natürlich schade, da wir mit Davide viele erfolgreiche Jahre hatten und er dem ganzen Verein ans Herzen gewachsen ist.» Neben Bianchetti haben die Grasshoppers mit Louai Hafez noch einen weiteren Akteur vom letztjährigen SRCV-Team engagiert.

Ganz ohne Legionäre, das hat man im letzten Jahr gesehen, kann man in der NLA aber nicht vorne mitspielen. Daher haben sich die Liechtensteiner die Dienste von Yannik Omlor (GER) und Iker Pajares (ESP) gesichert. Der Spanier, der letzte Saison noch für Grabs aktiv war, wird im PSA-Ranking an Position 27 geführt, Omlor ist die Weltnummer 101. Mit Jens Schoor (GER) ist zudem ein bekanntes Gesicht wieder im Kader. Wer von diesem Trio wie oft zum Einsatz kommt, ist noch nicht fixiert. «Das hängt vom Gegner und der aktuellen Tabellensituation ab. Zudem müssen sie auch zur Verfügung stehen, Omlor und Pajares sind ja auch noch auf der PSA-Tour unterwegs», weiss Maier, der hinzufügt: «Nicht zuletzt ist es auch eine finanzielle Sache.» Zwei Fixpunkte im diesjährigen NLA-Team sind nach wie vor David Maier und Patrick Maier. Zudem stehen noch die Routiniers Roger Baumann, Dany Oeschger und Michel Haug für Einsätze bereit.
Als Saisonziel gibt Patrick Maier, wie schon in den Jahren zuvor, das Erreichen der Play-offs (Top-4), aus. Insgesamt hofft er nach der letzten schwierigen Coronasaison diesmal auf eine «normale» Spielzeit und erwartet eine interessante und spannende Meisterschaft.

Auf die neue Saison hin hat die Nationalliga A Zuwachs bekommen. Neben den letztjährigen Vertretern Vaduz, Grabs, Uster, Sihltal, Pilatus Kriens, Panthers Kriens und Bern sind neu auch wieder die Grasshoppers vertreten. Die Zürcher spielten seit ihrem letzten Meistertitel 2015 keine grosse Rolle mehr und zogen sich danach auch aus der höchsten Spielklasse zurück. Bei ihrem «Comeback» sind die Grasshoppers aber sicher zu beachten. Neben den beiden ehemaligen SRCV-Akteuren Davide Bianchetti und Louai Hafez hat sich GC auch mit den Schweizer Nummern 2 und 4, Dimitri Steinmann (zuvor Sihltal) und Yannick Wilhelmi (Grabs) verstärkt. Weiter scheint der starke Franzose Gregory Gaultier (Weltnummer 21) in der Kaderliste auf. Neben GC sind auch wieder Vizemeister Grabs, Uster und Pilatus Kriens zu den Play-off-Kandidaten zu zählen. Bei Vorjahresmeister Sihltal bleibt abzuwarten, wie sie den Abgang von Steinmann verkraften. In der Aussenseiterrolle, aber nicht zu unterschätzen sind die Panthers Kriens und Bern.

Los geht die NLA-Saison für den SRC Vaduz heute um 19.30 Uhr mit dem Auswärtsspiel gegen Uster. Und gleich zum Auftakt müssen die Residenzler dabei kurzfristig umplanen. Jens Schoor, der auf der Position 3 spielen sollte, kann krankheitsbedingt nicht auflaufen. Für den Deutschen rückt Dany Oeschger ins Team. Auf der Position 1 bekommt es Yannik Omlor bei seinem Debüt im SRCV-Dress mit der Schweizer Nummer 3 Robin Gadola zu tun. «Das wird ein enges Spiel, wobei wir sicher Chancen auf den Sieg haben», berichtet Patrick Maier. Gleiches gilt auf der Position 2, wo David Maier auf Miguel Mathis trifft. Im Schweizer Ranking nehmen die beiden die Positionen 7 und 8 ein. Auf den Positionen 3 und 4 liegen die Vorteile bei Uster. Patrick Maier duelliert sich mit Joel Siewerdt und Dany Oeschger mit David Bernet. «Der Ausfall von Jens schmerzt natürlich, damit wird es für uns ganz schwer», so Patrick Maier.

Uster – SRC Vaduz 19.30
  • Position 1: Robin Gadola (SUI 3) – Yannik Omlor (GER).
  • Position 2: Miguel Mathis (SUI 8) – David Maier (SUI 7).
  • Position 3: Joel Siewerdt (SUI 10) – Patrick Maier (SUI 21).
  • Position 4: David Bernet (SUI 12) – Dany Oeschger (SUI 41)

(Quelle: Liechtensteiner Volksblatt, 7. Oktober 2021)