SRC Vaduz ver­zichtet auf die Play-offs – Yuri Far­neti für die neue Saison verpflichtet

 

Der SRC Vaduz verzichtet wegen Unstimmigkeiten und unglücklichem Handeln des Schweizer Verbandes auf eine Teilnahme an den NLA-Play-offs in Uster. Derweil gab der SRCV bekannt, dass Italiens Nummer 1, Yuri Farneti, für die neue Saison verpflichtet wurde.

Der Grunddurchgang der Nationalliga A konnte Anfang März noch vor dem «Stillstand» wegen der Coronapandemie beendete werden. Der SRC Vaduz belegte nach den gespielten 14 Runden hinter Grabs und Uster den dritten Rang. Damit qualifizierten sich die Residenzler souverän für die Play-offs um den Schweizer Meistertitel. Als viertes Team schaffte dies auch noch Pilatus Kriens. Die Halbfinalpaarungen lauteten daher gemäss Tabelle Grabs – Kriens und Uster – Vaduz.

Wie in allen anderen Sportarten kam dann auch beim Squash der grosse Lockdown, die Play-offs mussten verschoben werden. Diese sollten kurz vor der neuen Saison zur Austragung kommen. Nun hat der Schweizerische Squash-Verband die Play-offs der Herren und Frauen fix auf den 18. und 19. September in Uster terminisert. «Da sich die allgemeine Situation wegen des Cornavirus nur unwesentlich verbessert hat und das Bundesamt für Gesundheit (BAG), wie auch das Staatssekretariat für Migration (SEM), neue Einreisebeschränkungen erlassen haben, welche auf die Teamaufstellungen wesentlichen Einfluss haben, werden die Play-offs der NLA-Herren, gemäss den Statements der Clubs und den daraus gefassten vorbehaltenen Beschlüssen per Dienstag, den 12. Mai 2020 (März-Ranking), gespielt», schreibt Swiss Squash auf seiner Homepage. «Diesbezüglich kam es nun innerhalb der Clubs und des Verbandes zu Unstimmigkeiten», so SRCV-Vizepräsident Peter Maier. «Mir ist klar, dass derzeit eine spezielle Situation herrscht. Ich muss aber auch sagen, dass Swiss Squash hier sehr unglücklich gehandelt hat. So wurde zum Beispiel ein Halbfinale einfach getauscht. Nun spielt Uster gegen Kriens um den Einzug ins Endspiel gegen Grabs. Uns wurde angeboten, um Platz drei zu spielen, gegen den Verlierer aus Uster/Kriens. So wie das Ganze nun abgelaufen ist – ich habe auch den ganzen Mailverkehr verfolgt – haben wir uns innerhalb des Clubs einstimmig entschlossen, nicht an den Play-offs teilzunehmen. Zumal eine Teilnahme auch mit finanziellen Kosten verbunden ist.» Damit ist klar, dass der SRC Vaduz nicht um den Schweizer Meistertitel spielt.

Die Saison 2019/20 ist für die Vaduzer damit abgeschlossen und der Club richtet das Augenmerk Richtung neuer Spielzeit. Diese startet für den SRCV am 8. Oktober mit dem Heimspiel gegen Bern. Und bei den Residenzlern wird sich gegenüber der letzten Saison doch einiges ändern. Davide Bianchetti ist nicht mehr Spielertrainer. Dies bestätigte Peter Maier schon Anfang Juli gegenüber dem «Volksblatt» und führt nun aus: «Wir sind so verblieben, dass wir im Bedarfsfall noch auf Davide als Spieler zurückgreifen können.» Auf südländische Power können sich die Fans aber trotzdem freuen. Mit Yuri Farneti spielt in der neuen Saison Italiens Nummer 1 für den SRCV auf. Der 24-Jährige wird derzeit in der Weltrangliste auf Position 120 geführt und spielt seit 2014 auf der PSA-Tour. Mit der italienischen Nationalmannschaft nahm er an mehreren Europameisterschaften teil. Im Einzel erreichte er 2016, 2017 und 2018 jeweils das Achtelfinale. Zudem vertrat er Italien bei den World Games 2017. Von 2015 bis 2019 wurde er zudem fünfmal in Folge italienischer Meister. Eine echte Verstärkung also. Weiters haben die Liechtensteiner auch den Juniorenspieler Louai Hafez als Leihgabe von Uster übernommen. Vom letztjährigen Team sind auch David und Patrick Maier wieder im Kader. Mit dem deutschen Legionär Jens Schoor wird hingegen nicht mehr geplant. Und was ist mit den beiden Routiniers Roger Baumann und Michel Haug? «Michel wird wohl nicht mehr im NLA-Team auflaufen. Bei Roger ist dies noch offen», berichtet Peter Maier, der sich auch um die Trainingsangelegenheiten kümmert.

Insgesamt nehmen mit Vaduz, Bern, Grabs, Uster, Sihltal, Panthers Kriens und Pilatus Kriens sieben Teams die NLA-Saison 2020/21 in Angriff. Nicht mehr dabei sind diePythons aus Kriens. Gespielt wird wie in der letzten Saison mit einem Grunddurchgang (Hin- und Rückspiele). Die vier besten Teams qualifizieren sich für das Play-offs um den Meistertitel.

(Quelle: Liechtensteiner Volksblatt, 10. September 2020)