Legionäre würden gerne bleiben

Der SRC Vaduz schloss die Saison kürzlich an den Playoffs in Uster auf dem vierten Rang ab. Ob die neue Saison im Herbst wieder mit Jens Schoor und Davide Bianchetti gestartet wird, ist noch nicht entschieden.

Für die Nummer eins der Vaduzer, Jens Schoor, war die zu Ende gegangene Saison bereits die fünfte in Diensten der Liechtensteiner. Er zeigte gegen Uster eine Topleistung, brachte die aktuelle Nr. 14 derWelt, Raphael Kandra, zünftig ins Schwitzen.

«Früher habe ich jeweils gegen ihn gewonnen. Das hat sich jetzt aber geändert. Kandra hat sich enorm entwickelt. Zuletzt hat er immer gewonnen», lobt Schoor den drei Jahre jüngeren Kandra. Auch bei Schoor hat sich einiges getan, seit er erstmals für Vaduz antrat. Damals ersetzte er auf Liechtensteiner Seite den spanischen Topspieler Borja Golan.

Zu Beginn seiner Tätigkeit in Vaduz spielte Jens Schoor PSA-Weltturniere. Er lebte komplett vom Squashspielen. 2015, als er bereits für Vaduz spielte, war er auf dem Höhepunkt seiner Karriere mit seinemhöchsten Ranking. Er durfte sich damals Nummer 60 der Welt nennen,stand in 16 PSA World Tour Finals und gewann 11 davon. Im

Dezember 2017 trat er als Profispieler zurück. «Ich ar- beite jetzt wie jeder andere auch», erklärt Schoor. Dabei kann er Beruf und Sport perfekt verbinden. «Ich habe wirklich grosses Glück. Neben Vaduz spiele ich auch für Wormsin der deutschen Bundesliga. Ich bin in dem Fitnessstudio, in das auch die Squasherintegriert sind, für den kaufmännischen Bereichverantwortlich», erklärt Schoor. 80 Angestelltegehören dem Sportzenter an. «Für mich ist es wirklich ideal. Ich kann so nach meinem Karrierenende als Profi Sport und Beruf super verbinden. Wann immer ich Lust habe, kannich trainieren», meint Schoor. Er würde im kommenden Jahr gerne wieder für Vaduz auflaufen, doch bisher wurde darüber nochnicht gesprochen. «Ich habe in Vaduz gute Kollegen und Freunde gefunden.

Von meiner Seite aus wäre ich gerne auch in der nächsten Saison dabei». Genau gleich tönt es beim Vaduzer Trainer Davide Bianchetti. Der Italiener hat zwar seit kurzem noch eine weitere Verpflichtung angenommen. Er gibt beim SC Royal Cham Trainingsstunden, ist aber wie Schoor interessiert, weiterhin in Vaduz zu spielen. «Wir haben bisher noch nicht geredet. Ich bin aber gerne auch die nächste Saison wieder dabei», so Bianchetti.

(Quelle: Liechtensteiner Vaterland, 18. April 2019)

Ein Fünf­satz­krimi zum EM-Abschluss

 

David Maier musste sich an der U-19-EM in Prag dem Iren Conor Moran 2:3 geschlagen geben und belegte Rang 8.

Die U-19-Europameisterschaft in Tschechien läuft seit vergangenen Samstag. Und Liechtensteins Nachwuchs-Squasher legte gleich mächtig los und spielte sich im 64er-Tableau souverän durch die ersten drei Runden. Zum Auftakt bezwang Maier den Schotten Ruadhri Mcdougall 3:1, danach den Belgier Thimi Christiaens 3:1 und den starken Engländer Lewis Anderson ebenfalls mit 3:1. Im Viertelfinale unterlag er danach dem Iren Sam Buckley nach hartem Kampf mit 1:3, verpasste somit den Halbfinaleinzug und spielte in den Klassierungsspielen um die Plätze fünf bis acht weiter. Dort zog er zuerst gegen Ben Smith (ENG) mit 0:3 den Kürzeren und spielte gestern zum Abschluss der EM gegen den Iren Conor Moran um den siebten Schlussrang.

Diese Partie hatte es nochmals in sich. Der junge SRCV-Akteur begann stark und sicherte sich den ersten Satz mit 11:7. Moran konterte aber postwendend und holte sich Satz zwei mit 11:9. Danach war wieder David Maier am Zug und gewann den dritten Satz mit 11:6. Im vierten Satz bekundete der Liechtensteiner dann Probleme mit dem Knie. Er konnte zwar die Partie fertig spielen, um als Sieger vom Platz zu gehen, erwies sich das Handicap aber als zu gross. Conor Moran gewann die Sätze vier und fünf mit 11:6 und 11:4. Damit beendete David Maier die Europameisterschaft in Tschechien auf dem achten Schlussrang. «David hat gegen Conor Moran sehr gut begonnen und lag nach drei Sätzen verdient in Führung. Als er angeschlagen war, konnte er nicht mehr voll dagegenhalten. Auf diesem hohen inernationalen Niveau hatte er dann einfach keine Chance mehr», so Peter Maier, der als Betreuer in Prag vor Ort war.

Insgesamt spielte David Maier eine starke EM. «Ich bin mit meiner Leistungen zufrieden», so der junge FL-Squasher. Auch Peter Maier zog ein positives Fazit: «David zählt ja noch zu den jüngeren Jahrgängen, er kann nächstes Jahr nochmals in der U-19-Kategorie antreten. Von da her spielte er ein sehr gutes Turnier und kann auf den gezeigten Leistungen weiter aufbauen. Zudem war das Turnier wirklich erstklassig besetzt und auf höchstem Niveau.» Diesem passte sich auch der Veranstalter an. «Das EM-Turnier war wirklich bestens organisiert, ein grosse Kompliment an den Veranstalter», sagte Peter Maier.

(Quelle: Liechtensteiner Volksblatt, 17. April 2019)