Kein Podestplatz für SRC Vaduz

Die Vaduzer NLA-Squasher beendeten die Saison auf Rang vier. Nach der Halbfinalniederlage gegen Uster mussten sich die Residenzler an den Play-offs in Uster im Spiel um Platz drei dem Vorjahresmeister Sihltal mit 0:4 geschlagen geben.

Für den SRC Vaduz gab es beim grossen NLA-Showdown nichts zu holen. Dass nach 2004 und 2012 kein dritter Meistertitel dazukommt, war bereits am Freitag klar. Die Residenzler, die in Uster ohne David und Patrick Maier auskommen mussten – beide waren an der Team-EM im Einsatz (siehe Bericht unten) –, unterlagen im Halbfinale dem Gastgeber mit 1:3. Der SRCV, vor allem Jens Schoor, der auf der Position dem Weltklassespieler Raphael Kandra in einem Fünfsatzkrimi alles abverlangte, wehrte sich verbissen, musste schlussendlich aber die Überlegenheit von Uster anerkennen.

Damit ging es für die Vaduzer gegen Sihltal, das sein Semifinale gegen Grabs mit 1:3 verlor, im kleinen Finale um den dritten Schlussrang. «Wir wollen Dritter werden, sind aber erneut Aussenseiter. Sihltal hat auf den Positionen 1 und 2 überragende Spieler», so SRCV-Spielertrainer Davide Bianchetti vor der Partie.
Und Sihltal wurde seiner Favoritenrolle gerecht, der Vorjahresmeister gewann mit 4:0 und sicherte sich Bronze. Auf der Position 1 musste sich Jens Schoor, der erneut ein starkes Spiel machte, der Schweizer Nummer 1 Nicolas Müller mit 1:3 geschlagen geben. Roger Baumann und Michel Haug zogen auf den Positionen 3 und 4 gegen Andreas Dietzsch bzw. Iain Keeling jeweils mit 1:3 den Kürzeren. Die Partie auf der Position zwischen Davide Bianchetti gegen Dimitri Steinmann wurde beim Stand von 1:0 für den Schweizer nicht mehr fertig gespielt.
Alles in allem verkaufte sich der SRC Vaduz an den Play-offs in Uster sehr gut und konnte die favorisierten Teams ärgern. Aber wie befürchtet wurde es für die ersatzgeschwächten Liechtensteiner der vierte Schlussrang in der abgelaufenen NLA-Saison, bei der Bianchetti und Co. mit dem Erreichen des Finalturniers aber ihr vorrangiges Saisonziel erreicht haben.

Den Titel sicherte sich Grabs, das sich im Finale gegen Uster, das im Endspiel ohne ihren Topakteur Raphael Kandra antreten musste, mit 3:0 durchsetzte. Für Grabs, das in dieser Saison auf zahlreiche Top­legionäre zurückgriff, war es der erste Meistertitel in der höchsten Schweizer Spielklasse.

(Quelle: Liechtensteiner Volksblatt, 8. April 2019)

Liechtenstein belegt an der Team-EM den 12. Schlussrang

Auch in der letzten Partie an der Team-Europameisterschaft der Division III in Lissabon (POR) gab es für Liechtenstein nur einen Teilerfolg. Im Spiel um Platz elf erreichten die FL-Squasher gegen Litauen ein 2:2-Remis. Beide Teams kamen dabei auf jeweils sieben Satzgewinne, daher musste die Punkteanzahl entscheiden. Und hier hatte Litauen mit 126:112 die Nase vorn und sicherte sich Rang elf. Für die Liechtensteiner resultierte damit der zwölfte Schlussrang an der EM. Gegen Litauen konnten David und Patrick Maier ihre Spiele gewinnen. Der nicht ganz fitte Marcel Rothmund und Peter Maier unterlagen ihren Kontrahenten.

Gegenüber dem Vorjahr, als das FL-Team in Riga (LET) den 14. Rang belegte, gab es heuer eine rangmässige Verbesserung. Die ganz grosse Freude kam bei Peter Maier und Co. aber nicht auf. Man hatte sich wesentlich mehr erwartet, wollte um die Plätze eins bis acht mitspielen. «Die EM verlief für uns enttäuschend», so Peter Maier. Einer der Gründe war sicher auf der Position 3 zu finden. Marcel Rothmund reiste nicht ganz fit an, er hat schon länger Probleme mit der Hüfte. Maier: «Wir gingen davon aus, dass es schon geht. Aber er hatte wärend des gesamten Turniers Probleme, konnte wegen der Verletzung nicht annähernd sein ganzes Potenzial abrufen.» So konnte der SRCV-Routinier, der gegen Griechenland geschont wurde, keinen Punkt für sein Team einfahren. Gleiches galt auch auf der Position 4. Auf den Positionen 1 und 2 machten hingegen David und Patrick Maier ihre Sache gut und hielten Liechtenstein immer wieder im Spiel.
Den Turniersieg sicherte sich übrigens Polen, das im Finale Österreich nach hartem Kampf in die Knie zwang. Beide Finalisten steigen in die nächsthöhere Stärkeklasse, die Division II, auf.

Litauen – Liechtenstein 2:2
  • Position 1: Konrad Tyma – David Maier 0:3 (5:11, 6:11, 6:11)
  • Position 2: Mantas Kociunas – Patrick Maier 1:3 (11:3, 7:11, 6:11, 8:11)
  • Position 3: Martynas Pempe – Marcel Rothmund 3:1 (11:1, 11:13, 11:8, 11:4)
  • Position 4: Andrius Voisnis – Peter Maier 3:0 (11:8, 11:5, 11:4)

Bemerkung: Beide Teams gewannen je 2 Spiele und das Satzverhältnis lautete 7:7. Litauen hat aber insgesamt mehr Punkte (126:112) erzielt und sicherte sich somit den 11. Schlussrang. Liechtenstein belegte an der EM Rang 12.

(Quelle: Liechtensteiner Volksblatt, 8. April 2019)