Das Aus im NLA-Halb­fi­nale: Vaduz unter­liegt Uster mit 1:3

 

Nichts wird es mit dem dritten Titel für den SRC Vaduz nach 2004 und 2012. Die Vaduzer verloren das Halbfinale beim «Final Four» gegen Gastgeber SC Uster mit 1:3. Der Ausfall der Maier-Brüder David und Patrick (siehe unten) war dann doch zu schwerwiegend.

Ein absolutes Topmatch auf Weltklasseniveau lieferte sich Jens Schoor mit seinem deutschen Landsmann Raphael Kandra, der aktuellen Nummer 14 der Welt. Schoor lag bereits 0:2 Sätze hinten, kämpfte sich aber zurück und konnte zum 2:2 ausgleichen. Im entscheidenden fünften Satz war Kandra aber einen Tick besser, konnte mit 1:6 gewinnen. «Jens hat sehr stark gespielt, es war ein hervorragendes Match zwischen den beiden», war Spielertrainer Davide Bianchetti fasziniert vom deutschen Duell.
Auf den hinteren Positionen hatte Vaduz gegen die Zürcher keine Chance. Roger Baumann verlor auf Position drei gegen Robin Gadola glatt mit 0:3, machte beim 3:11, 3:11 und 1:11 ganze sieben Punkte im Match. «Kandola hat sehr gut gespielt – von Beginn an. Zudem mag Roger seinen Stil überhaupt nicht, hatte da immer schon Schwierigkeiten. Nach dem schlechten Start kam er auch nicht mehr ins Match zurück», erklärte Bianchetti das Match.

Etwas besser schlug sich Georg Blaimauer, der zwar auch in drei Sätzen verlor, im dritten Durchgang aber immerhin an einem Satzgewinn schnupperte. Letztlich hatte der Ersatzmann des Ersatzmanns, er spielte für Michel Haug (Erkältung), aber auch keine realistische Chance auf den Sieg. dennoch war Bianchetti mit seinem Teamkollegen zufrieden. «Er hat sich tapfer geschlagen. Am Anfang kam er mit Pössls Spielweise überhaupt nicht zurecht, steigerte sich dann aber immer mehr.»
Den einzigen Punkt für Vaduz holte dann Bianchetti selber. Der Italiener gewann den ersten Satz gegen Rui Soares mit 11:8, danach gab der Spieler aus Uster auf. Auch wenn Bianchetti zuerst dachte, dass er selber das Match beendet hatte. «Nachdem Georg verloren hatte, hatten wir keine Chance mehr auf den Finaleinzug. Deswegen bin ich zu Rui hin, hab ihm die Hand gegeben. Aber er wollte wohl auch aufhören», musste Biancheti über das Ende des Spiels lachen. «Letztlich ist es auch egal – wir haben ja sowieso verloren.»
Im Spiel um Platz 3 geht es nun gegen Sihltal (11 Uhr). Der Titelverteidiger verlor das 2. Halbfinale gegen den SC Grabs mit 1:3. Biancheti: «Wir wollen Dritter werden, sind aber erneut Aussenseiter. Sihltal hat überragende Spieler auf den Positionen 1 und 2.»

(Quelle: Liechtensteiner Volksblatt, 6. April 2019)

Remis beschert Liech­tens­tein nur Teilerfolg

Das FL-Quintett an der Team-EM in Lissabon: Peter Maier, Patrick Maier, David Maier, Marcel Rothmund und Gerhard Schober (von links).

Liechtenstein spielte an der Team-EM der Division III in Lissabon (POR) in der Klassierungsrunde um die Plätze 9 bis 12 gegen Griechenland 2:2. Da die Griechen aber mehr Sätze gewannen, durften sie sich als Sieger feiern lassen.

Liechtensteins Squasher hatten sich in Portugal mit dem Erreichen der Klassierungsspiele um die Plätze 1 bis 8 einiges vorgenommen. Dazu wäre in der Gruppenphase Platz 1 oder 2 nötig gewesen. Es kam aber anders. In der Gruppe C gab es gegen die Ukraine und Luxemburg Niederlagen und gegen Gibraltar ein Remis. Damit belegte das FL-Team den 3. Rang und wurde dadurch in die Klassierungsrunde um die Plätze 9 bis 12 verbannt.
Auch dort gab es gestern nur einen Teilerfolg. Ohne Marcel Rothmund, der wegen seiner schon in den Gruppenspielen wieder akut gewordenen Hüftprobleme geschont wurde, spielten die heimischen Squasher gegen Griechenland 2:2, mussten aber den Südeuropäern, die mehr Sätze gewannen (8:6), den Sieg lassen. Für die Punkte sorgten David Maier mit einem klaren 3:0 gegen Konstantinos Kargiotis und Patrick Maier, der sich gegen Menelaos Mazarakis 3:2 durchsetzte. Peter Maier und der für Rothmund ins Team gerückte Gerhard Schober unterlagen jeweils klar mit 0:3. «Wir wussten, dass es ohne Marcel schwer wird», so Patrick Maier. «Viel mehr war nicht möglich.»
Heute steht für Liechtenstein die letzte Partie auf dem Programm. Gegen Litauen geht es um den 11. Schlussrang. Die Griechen spielen gegen Estland um Platz 9. Patrick Maier: «Marcel wird es noch mal versuchen und mit ihm streben wir zum Abschluss einen Sieg an.»

Liechtenstein – Griechenland 2:2
  • Position 1: David Maier – Konstantinos Kargiotis 3:0 (12:10, 11:9, 11:5)
  • Position 2: Patrick Maier – Menelaos Mazarakis 3:2 (5:11, 11:8, 11:8, 4:11, 11:7)
  • Position 3: Peter Maier – Charalampos Leontarakis 0:3 (4:11, 3:11, 3:11)
  • Position 4: Gerhard Schober – Panagiotis Anastasiadis 0:3 (4:11, 7:11, 8:11

Bemerkung: Griechenland gewinnt das Spiel mit dem besseren Satzverhältnis (8:6)

(Quelle: Liechtensteiner Volksblatt, 6. April 2019)