Vaduz im Kampf um die NLA-Krone Aussenseiter

 

In der NLA steht mit den Play-offs die entscheidende Phase an – es geht um den Meis­tertitel. Für den ersatzgeschwächten SRC Vaduz wird es im Halbfinale gegen Uster schwer.

Der SRC Vaduz hat die Qualifikation auf dem starken dritten Rang abgeschlossen. Insgesamt sammelten die Residenzler dabei 35 Punkte aus den 18 Partien. Damit ist das angestrebte Saisonziel, die Play-offs der besten vier Teams zu erreichen, bereits in trockenen Tüchern.

Ob es nun beim Finalturnier in der Squash Arena in Uster noch eine Zugabe gibt, ist wohl eher unwahrscheinlich. Zumal die Residenzler auf David und Patrick Maier, die beide derzeit bei der Team-EM der Division III in Lissabon in den Court steigen, verzichten müssen. «Das ist sehr unglücklich und das Finalturnier auch von Swiss Squash schlecht terminiert. Sie haben wohl nicht darauf geschaut, dass Liechtenstein an demselben Wochenende die Europameisterschaft spielt», so SRCV-Spielertrainer Davide Bianchetti enttäuscht. Damit ergibt sich die Aufstellung für die erste Aufgabe, dem heutigen Halbfinale gegen Uster (18 Uhr), von selbst. Neben dem Italiener stehen Jens Schoor (GER), Roger Baumann (SUI 27) und Michel Haug (SUI 36) im Einsatz. Auf Vaduz, das sich 2004 und 2012 den NLA-Meistertitel sicherte, wartet mit Uster eine ganz schwere Aufgabe. Denn auch in Bestbesetzung wäre der SRCV nur Aussenseiter. Zuletzt gab es in der Liga Mitte Februar eine 0:4-Niederlage in Uster. Was allerdings etwas Mut machen kann: das erste Duell der Saison konnte Vaduz zu Hause mit 3:1 gewinnen. Und das sogar ohne Topspieler Schoor. «Da hat Uster aber auch nicht in bester Besetzung gespielt», erklärt Bianchetti. «Es wird für uns ganz schwer werden, das Finale zu erreichen. Uster will das Turnier zu Hause und den Titel gewinnen, wird gegen uns in bester Aufstellung spielen.» Angeführt werden die Schweizer von Raphael Kandra (GER), der Weltnummer 14. Daneben spielen noch der Portugiese Rui Soares, der im PSA-Rankging die Position 93 einnimmt, und die Schweizer Nummer 4 Robin Gadola sowie Miguel Mathis (SUI 20).
Angesichts dieser Aufstellungen ist klar, das für Schoor gegen Kandra sowie für Baumann gegen Gadola die Trauben sehr hoch hängen – wohl zu hoch. Auch Bianchetti wird es gegen Soares schwer haben. Gleiches gilt für Haug gegen Mathis. Der Einzug ins Finale, das morgen Samstag gespielt wird, wird also fast zu einer «Mission Impossible». Aber: «Wir werden alles versuchen, um Uster irgendwie in Bedrängnis zu bringen», so Bianchetti kämpferisch: «In den Play-offs kann viel passieren.»

Im zweiten Halbfinale kommt es heute um 20 Uhr zum Kräftemessen zwischen dem Qualifikationssieger Grabs und dem Vorjahresmeister Sihltal. Ein Duell mit vielen grossen Namen. Grabs hat Daryl Selby (ENG, PSA 26), Joel Makin (WAL, PSA 15), Aqeel Rehman (AUT), Rudi Rohrmüller (GER) sowie die starken Wilhelmi-Brüder Yannick und Luca für die Play-offs gemeldet. Sihltal setzt unter anderem auf die Schweizer Nummern 1 und 2, Nicolas Müller (PSA 28) und Dimitri Steinmann (PSA 69). Grabs, das sich den ersten NLA-Titel sicher will, geht als leichter Favorit in diese Partie.

(Quelle: Liechtensteiner Volksblatt, 5. April 2019)

Ent­täu­schende Grup­pen­phase für FL-Team

Nach dem 0:4 gegen die Ukraine kam Liechtenstein gestern an der Team-EM der Division III in Lissabon (POR) gegen Gibraltar nicht über ein 2:2 hinaus. Gegen Luxemburg setzte es eine 1:3-Niederlage. In der Gruppe C bedeutete dies Rang 3.

Nach Rang 14 an der letztjährigen Team-EM in Riga (LET) hatte sich Liechtensteins Nationalteam in Portugal viel vorgenommen. Das vorrangige Ziel war, sich für die Klassierungsspiele um die Ränge eins bis acht zu qualifizieren. Dazu wäre in der Gruppenphase einer der ersten beiden Ränge nötig gewesen.
Aber gleich zum Auftakt gab es am Mittwoch in der Gruppe C eine klare 0:4-Niederlage gegen die Ukraine. Diese war zwar bitter, aber noch kein Beinbruch. Da die favorisierten Osteuropäer auch in den weiteren Spielen gegen Luxemburg und Gibraltar ihre «weisse Weste» behielten, hatte das FL-Team weiter alles in der eigenen Hand, um sich den zweiten Gruppenplatz zu sichern. Doch auch gestern lief es nicht wunschgemäss. Gegen Gibraltar resultierte nur ein 2:2. Wobei David und Patrick Maier mit jeweils souveränen 3:0-Siegen für die Punkte sorgen. Der nicht ganz fitte Marcel Roth­mund musste sich aber in fünf und Gerhard Schober in drei Sätzen geschlagen geben. Dieses Remis brachte die Liechtensteiner mächtig unter Zugzwang. Gegen Luxemburg musste nun ein Sieg her. Und wieder war es Patrick Maier, der auf der Position 2 mit einem 3:0 gegen Mark Lindsay scoren konnte. Marcel Rothmund hingegen unterlag auf der Position 3 Arnaud Masset mit 0:3. Danach musste sich David Maier auf der Position 1 Mark Radley nach hartem Kampf mit 2:3 geschlagen geben und Peter Maier unterlag auf der Position 4 Kyllian Hebbelinck mit 1:3. Durch diese 1:3-Niederlage schlossen die heimischen Squasher die Gruppe C hinter der Ukraine und Luxemburg auf dem dritten Rang ab. «Das ist für uns sicher eine Enttäuschung», stellt Peter Maier klar.
Weiter geht es für Liechtenstein nun in den Klassierungsspielen nicht wie vorgenommen um die Ränge eins bis acht, sondern neun bis zwölf. Dabei geht es heute zuerst gegen Griechenland, das in der Gruppe D hinter Norwegen und Russland ebenfalls den dritten Rang belegte.

Gibraltar – Liechtenstein 2:2
  • Position 1: Anthony Brindle – David Maier 0:3 (6:11, 1:11, 9:11)
  • Position 2: Christian Navas – Patrick Maier 0:3 (7:11, 6:11, 9:11)
  • Position 3: Michael Pinggera – Marcel Rothmund 3:2 (6:11, 11:9, 6:11, 11:2, 11:6)
  • Position 4: Stephen Shacaluga – Gerhard Schober 3:0 (11:3, 11:5, 11:4)
Luxemburg – Liechtenstein 3:1
  • Position 1: Mark Radley – David Maier 3:2 (4:11, 16:14, 6:11, 11:9, 11:7)
  • Position 2: Mark Lindsay – Patrick Maier 0:3 (3:11, 5:11, 5:11)
  • Position 3: Arnaud Masset – Marcel Rothmund 3:0 (11:5, 11:7, 11:9)
  • Position 4: Kyllian Hebbelinck – Peter Maier 3:1 (11:7, 11:13, 11:7, 11:5)

(Quelle: Liechtensteiner Volksblatt, 5. April 2019)