FL-Squasher auf der inter­na­tio­nalen Bühne

Das EM-Quintett: Gerhard Schober, Marcel Rothmund, Peter Maier (hinten von links), Patrick Maier und David Maier (vorn von links).

Liechtenstein nimmt ab heute Mittwoch an der Team-Europameisterschaft der Division III im portugiesischen Lissabon teil. In der Vorrundengruppe C wartet mit der Ukraine, Luxemburg und Gibraltar harte Konkurrenz auf das von Youngster David Maier angeführte FL-Quintett.

Die kontinentalen Meisterschaften sind in drei Divisionen eingeteilt. In der ersten spielen die Top-8-Mannschaften, die zweite besteht aus zwölf Teams, der Rest spielt in der dritten Division. Und in dieser werden in den nächsten Tagen die zwei Aufsteiger in die zweithöchste europäische Stufe ermittelt. «Der Aufstieg wäre für uns natürlich ein Traum», gab Peter Maier beim Abschlusstraining am Montag preis. Ihm ist aber auch klar, dass dies ein ganz schwieriges Unterfangen ist. «Die Konkurrenz ist gross und es müsste schon alles optimal für uns laufen.» Ganz klar wurde aber seitens der FL-Squasher festgehalten, dass es wesentlich besser laufen soll als bei der letztjährigen Austragung. Im lettischen Riga resultierte schlussendlich der doch etwas enttäuschende 14. Rang.

Die Liechtensteiner treten in Lissabon wie in Riga mit David, Patrick und Peter Maier sowie Gerhard Schober an. Zudem verstärkt Routinier Marcel Rothmund in Portugal das Team. «Mit Marcel sind wir sicher stärker als im Vorjahr aufgestellt. Weiter hat David einen weiteren grossen Schritt in seiner Entwicklung gemacht. Zudem befinden sich Patrick, Gerhard und ich in guter Form», analysierte Peter Maier. «Insgesamt sind wir daher um einiges stärker als im letzten Jahr. Von daher wollen wir natürlich auch mehr erreichen.» Das vorrangige Ziel heisst, die Gruppenphase auf dem ersten oder zweiten Platz abzuschliessen. «Danach sehen wir weiter», so Maier.

Die Liechtensteiner bekommen es in der Gruppe C mit der Ukraine, Luxemburg und Gibraltar zu tun. «Die Osteuropäer sind sicher unser härtester Konkurrent. Im Vorjahr haben wir, ebenfalls in der Gruppenphase, mit 0:4 verloren. In Lissabon wollen wir aber mehr Widerstand leisten und die Ukrainer voll fordern», gibt sich Peter Maier kämpferisch. Luxemburg und Gibraltar schätzt er als «machbar» ein. Wobei beide Teams «eine Wundertüte sind und man nie genau weiss, mit welchen Akteuren sie auftauchen».
Das FL-Quintett reiste gestern nach Lissabon und absolvierte am Abend noch ein Training. «Das war noch eine gute Gelegenheit, um uns an die Gegebenheiten im Lisboa Racket Centre zu gewöhnen.» Bereits heute steht die erste Partie auf dem Programm. Und die Liechtensteiner bekommen es um 12.30 Uhr gleich mit der Ukraine zu tun. Dabei nimmt David Maier die Position 1 ein. Patrick Maier spielt auf der 2 und Marcel Rothmund und Peter Maier werden auf den Positionen 3 und 4 eingesetzt. Morgen Donnerstag geht es dann gegen Gibraltar (11 Uhr) und Luxemburg (18.30 Uhr).
Beim Turnier in Lissabon sind Österreich, Russland und die Ukrainie die ganz grossen Favoriten auf den Aufstieg in die Division II.

Die Team-EM hat übrigens auch Auswirkungen auf den SRC Vaduz, der am Freitag und Samstag bei den Play-offs in Uster um den Schweizer NLA-Meistertitel spielt. Der SRCV muss dabei auf die in Lissabon engagierten David und Patrick Maier verzichten. «Die Terminplanung ist sicher unglücklich und wir haben dies auch beim Schweizer Verband deponiert. Dieser hat versprochen, in Zukunft darauf zu achten», sagte Peter Maier. «Für uns war aber klar, dass die EM Vorrang hat.»

(Quelle: Liehctensteiner Volksblatt, 3. April 2019)