SRC Vaduz ersatz­ge­schwächt gegen ver­stärkte Grasshoppers

Tabellendritter gegen Vorletzter – scheinbar ein «Spaziergang» zum nächsten Dreier. Dem ist aber nicht so. Der SRC Vaduz muss heute gegen die Grasshoppers drei Akteure vorgeben, GC tritt hingegen mit zwei starken Legionären an.

Nach acht Runden der NLA-Qualifikation steht der SRC Vaduz hinter Grabs (23) und den Panthers (19) mit 18 Punkten auf Rang drei. Den vierten und letzten Play-off-Platz nimmt derzeit Sihltal (15) ein. Dahinter folgen Uster und die Pythons mit jeweils 12 Zählern. Damit haben sich die Residenzler schon ein Sechs-Punktepolster zum Strich erkämpft. Davon kann der heutige Gegner Grass­hoppers nur träumen. Der zwölfmalige Meister, zuletzt setzte sich GC in der Saison 2014/15 die NLA-Krone auf, spielt in den letzten Jahren keine grosse Rolle mehr – so auch heuer. Die Zürcher rangieren mit lediglich drei Punkten auf dem vorletzten Tabellenplatz und kämpfen mit dem punktgleichen Schlusslicht Schlieren und Bern (5 Zähler) um den Klassenerhalt. Diesen wollen die Zürcher aber anscheinend um jeden Preis vermeiden. So werden sporadisch auch ausländische Topspieler eingesetzt. Und ausgerechnet gegen Vaduz sind es deren zwei. Der Finne Olli Tuominen, der in der Weltranglis­te immerhin Position 59 einnimmt, und der Niederländer Marc ter Sluis (PSA 245) wurden für das heutige Spiel, neben Mark Woodliffe und Csaba Forro, aufgeboten. Damit stellen die Hoppers ein gutes Quartett, das ohne Zweifel konkurrenzfähig ist.

Damit hat sich die Ausgangslage für den SRC Vaduz natürlich drastisch geändert. Zudem müssen die Residenzler heute auf Legionär Jens Schoor sowie Roger Baumann und Michel Haug verzichten. Damit rückt Spielertrainer Davide Bianchetti auf die Position 1 vor und bekommt es mit Tuominen zu tun – eine ganz schwierige Aufgabe. Einen schweren Stand hat auch Youngster David Maier auf der Position 2 gegen Marc ter Sluis. Auf den Positionen 3 und 4 sind die Ausgangslagen ausgeglichen. Patrick Maier misst sich mit dem «Evergreen» Mark Woodliffe und SRCV-Routinier Marcel Rothmund, der durch die Ausfälle neu ins Team rückt, steht Csaba Forro gegenüber. Nimmt man die einzelnenen Partien her, scheint ein Sieg unrealistisch. Auch für ein Remis muss der SRCV hart kämpfen.

Mit der Partie gegen die Grasshoppers wird die Hinrunde und auch das Squash-Jahr 2018 beendet. Weiter geht es für die Vaduzer dann am 10. Januar mit dem Auswärtsspiel gegen Pythons Kriens. Das Hinspiel im Squash House endete mit einem 2:2, wobei sich Bianchetti und Co. den Zusatzpunkt sicherten.

  • Position 1: Olli Tuominen (FIN) – Davide Bianchetti (ITA)
  • Position 2: Marc ter Sluis (NED) – David Maier (SUI 20)
  • Position 3: Mark Woodliffe (SUI 37) – Patrick Maier (SUI 31)
  • Position 4: Csaba Forro (SUI 49) – Marcel Rothmund (SUI 55)

(Quelle: Liechtensteiner Volksblatt, 13. Dezember 2018)