SRC Vaduz: Finaler Show­down um die Meis­ter­krone in der NLA

Mit den Play-offs in Uster steht am Freitag und Samstag die finale Phase der Meisterschaft an. Qualisieger Vaduz trifft im Halbinale auf Sihltal. Eine hohe Hürde, die wohl nur mit einem Sahnetag zu überspringen ist.

Der SRC Vaduz, der seit vielen Jahren zu den absoluten Spitzenteams der Nationalliga A gehört und sich schon zweimal den Titel holen konnte (zuletzt in der Saison 2011/12), erwies sich in der Qualifikationsrunde als konstantestes Team. Mit 41 Punkten aus 18 Spielen schlossen die Residenzler diese als Sieger ab. Damit war das vorrangige Saisonziel, das Erreichen der Play-offs der besten vier Mannschaften, erreicht. Nun folgt der finale Showdown um die Titelkrone. Morgen Freitag werden in der Squash Arena in Uster die Play-offs ausgetragen. Neben Vaduz haben sich noch Grabs (2.), Pilatus Kriens (3.) und Sihltal (4.) qualifiziert. Damit ergeben sich folgen Halbfinalpaarungen: Grabs – Pilatus und Vaduz – Sihltal.

Für den SRCV hat sich der Sieg im Grunddurchgang nicht wirklich positiv ausgewirkt. Mit Sihltal, das von der Schweizer Nummer 1 und der aktuellen Weltnummer 18 Nicolas Müller angeführt wird, trifft man bereits im Semifinale auf einen ganz harten Brocken. Das weiss auch SRCV-Spielertrainer Davide Bianchetti: «Wenn Sihltal in Bestbesetzung antritt, das wird auch voraussichtlich so sein, sind wir in der Aus­senseiterrolle. Das gilt aber nicht nur für uns. Aus meiner Sicht ist Sihltal auch der grosse Favorit auf den Titelgewinn.» Freiwillig werden die Residenzler das Feld aber nicht räumen. «Wir werden alles versuchen und um jeden Punkt kämpfen», verspricht der topmotivierte Italiener. Ganz schwer wird es für die Vaduzer auf den Positionen 1 und 4 gegen Nicolas Müller (1) und den Deutschen Lucas Wirths (4). «Diese beiden Spieler sind auf ihren Positionen die absoluten Topakteure», weiss Bianchetti. Fordern wird Müller aufseiten des SRCV Jens Schoor. Wer gegen Wirths antreten wird, lässt Bianchetti noch offen. «Ich habe mich noch nicht entschieden, ob Michel Haug oder Patrick Maier die Position 4 einnimmt.» Egal wer spielt, es wird vermutlich eine Mission impossible. Hingegen kann Schoor mit einer starken Leistung mit eventuellen Satzgewinnen rechnen, was in der Endabrechnung vielleicht entscheidend sein kann.

Dafür müssten dann aber Bianchetti auf der Position 2 gegen Dimitri Steinmann und Roger Baumann auf der Position 3 gegen Andreas Dietzsch gewinnen. Beide Spiele sind aber alles andere als Selbstläufer. Steinmann ist wie Müller Profispieler und die Nummer 3 der Schweiz. Bianchetti: «Da wartet viel Arbeit auf mich, aber ich bin überzeugt, dass ich gewinnen kann.» Bei Baumann sieht der SRCV-Spielertrainer die Chancen bei 50:50. In Summe also ein ganz schwieriges Spiel für den SRCV, der für den Finaleinzug sicher einen Sahnetag erwischen muss.

Im zweiten Halbfinale zwischen Grabs und Pilatus Kriens ist alles offen. «Es ist ganz schwierig zu sagen, wer hier gewinnt. Ich erwarte auf allen vier Positionen einen Kampf um jeden Punkt», weiss Davide Bianchett. Die Play-offs werden dann am Samstag mit dem Spiel um Platz drei und dem grossen Finale um die Meisterkrone abgeschlossen. Der Kampf um diese ist heuer sehr ausgeglichen. Nur eines ist sicher: Da Vorjahresmeister Vitis Schlieren in der Qualifikation mit Rang sieben deutlich gescheitert ist, gibt es einen neuen Titelträger.
Neben den Herren ermitteln auch die Frauen in Uster den neuen Titelträger. In den Halbfinals stehen sich Uster und Pilatus Kriens sowie Winterthur und Fricktal gegenüber.

(Quelle: Liechtensteiner Volksblatt, 5. April 2018)